Ines’ Empanadas

Ines’ Empanadas




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Vor inzwischen fast fünf Jahren wohnte ich für einige Wochen bei Inès in Córdoba (Argentinien) während ich einen Spanischkurs belegte. Inès war eine wunderbare sehr alte Frau mit einer unglaublichen Menge an feuerroten Locken und einem noch viel älteren, überaus grummeligen vollbärtigen Mann mit extrem undeutlicher Aussprache für den so ziemlich alles in der Welt, von Menschen bis zum Wetter, eine “perversión” darstellte.
Wie dem auch sei, während meiner Zeit in Córdoba aß ich das erste Mal Empanadas. Und auch das zweite, dritte, vierte und fünfte Mal (falls ihr euch nun wundert, ob es in Argentinien vegane Empanadas gibt: höchstwahrscheinlich nicht, ich war jedoch zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt vom Veganismus). Ach, um ehrlich zu sein, habe ich in Córdoba und in einigen weiteren Monaten die ich in Argentinien war fast nie etwas anderes gegessen als tausende Sorten Empanadas (Alfajores ausgenommen – aber das ist eine andere Geschichte). Hier nun erstmal das (abgewandelte) Rezept von Inès.


Für den Teig:

    • 500g Weizenmehl
    • 100g Margarine
    • Ei-Ersatz für 1 Ei
    • 2 EL Olivenöl
    • 2 EL Reismilch
    • 150ml lauwarmes Wasser
    • 1 TL Zucker
    • 1 TLl Salz

Für die Füllung:

    • 2 Tomaten
    • 15 grüne Oliven
    • 125g Sojagranulat
    • 1/2 rote Paprika
    • 2 EL Oregano
    • Saft von einer Zitrone
    • Salz
    • Pfeffer
    • Chilipulver
    • 60g Rosinen
    • 1 rote Chilischote
    • 1 Zwiebel
    • Knoblauch nach Belieben

~Ergibt etwa 16 Empanadas (wir haben 5 pro Person geschafft)~

Erstmal den Teig machen. Achtung: er muss drei (ja, 3) Stunden kalt stehen.

Das Weizenmehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Margarine klein bröseln und hineingeben. Den Ei-Ersatz anrühren und auch in die Mulde geben. Olivenöl, Salz, Zucker sowie Reismilch ebenfalls hineingeben. Nun nach und nach das lauwarme Wasser mit in die Mulde schütten und das Mehl nach und nach mit einkneten. Wenn der Teig schön gleichmäßig ist kann er kaltgestellt werden. Vor der Weiterverarbeitung solltet ihr ihn dann erstmal 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und noch mal kurz durchkneten.

Als nächstes könnt ihr die Füllung zubereiten. Auch sie muss etwa 2 Stunden kalt stehen und durchziehen.

Das Sojagranulat nach Packungsanleitung einweichen. Anschließend mit etwas Öl in eine Pfanne geben und anbraten. Die Zwiebel und Chilischote sehr klein schneiden und ebenfalls mit in die Pfanne geben. Ebenso die Paprika, Tomaten und Oliven. Dann die Rosinen und den Saft einer Zitrone hinzufügen. Alles ausgiebig mit Oregano, Salz, Pfeffer, Chili, Paprika und Knoblauch würzen. Vom Herd nehmen und ebenfalls kalt stellen.

Nun etwa Golfball-große Kugeln aus dem Teig formen und diese auf etwa 10-15cm Durchmesser ausrollen (am besten Kreise). 1-2 El der Füllung auf den Teig geben und diesen Zuklappen, so dass Teigtaschen entstehen (Ränder gut fest drücken).

Die Empanadas für 15-20 Minuten bei 220°C in den Ofen geben (bis sie leicht goldbraun sind). Schmecken kalt auch noch wunderbar am nächsten Tag.

gepostet am by Sarah in Hauptspeisen, Rezepte

9 Antworten auf Ines’ Empanadas

  1. Brae

    Oh fein! Wird morgen gleich ausprobiert und nicht veganem Publikum untergejubelt ;)

  2. Brae

    Update: Voller Erfolg! Alle satt und glücklich! Danke für’s tolle Rezept! <3

  3. Karina

    Gestern ausprobiert- wahnsinnig lecker:)

  4. Marey

    Habe die Empanadas am Wochenende mit Avocado als Eiersatz gemacht, deswegen hatten sie einen leichten grün-stich. Und trotz anfänglicher Zweifel sind sie sind super geworden und haben auch allen nicht-Veganern geschmeckt, obwohl ich ein absoluter Koch- und Backlaie bin ;)
    Die Zubereitung hat zwar relativ viel Zeit in Anspruch genommen, aber das Rezept ist super!

  5. Sina

    Super,super lecker!!!=D wow!

  6. rhea

    hey liebe sarah :)
    ich hab deine empanadas jetzt schon ganz oft gemacht und sie zählen wirklich zu meinen absoluten lieblingsrezepten, aber heute wurde ich gefragt: warum muss der teig eigentlich so lange ruhen? ich hab das bisher immer einfach so hingenommen, aber ehrlich gesagt kann ichs mir nicht recht erklären… ist ja keine hefe drin oder so.
    wär super zu wissen, denn wenn es irgendwie doch kürzer geht, dann würde es diese leckereien NOCH häufiger bei mir geben ;)

  7. Ina

    Hallo, ich habe lange (auch vor meiner veganen Zeit) in Argentinien gewohnt und bin heute auf Dein Rezept gestoßen, wird morgen gleich ausprobiert. Der Teig muss stehen, damit das Mehl seinen Kleber entfalten kann. Wenn er nicht steht, werden die Teigtaschen löchrig beim Füllen. Hab hier noch ein (Original argentinisches) anderes Teigrezept, das ich schon oft ausprobiert habe: 500 g Mehl, 150 g Margarine, Salz und Wasser bis der Teig geschmeidig ist. Buen provecho

  8. Julia

    Geilo. Hast du für die Alfajores auch n Rezept? :)

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