Kennt ihr schon. . . Happenpappen?

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Foto: happenpappen.comManchmal finde ich es ganz schön schade, dass ich zur Zeit nicht in Hamburg bin. Vor allem, wenn ich stets von allen Seiten zu hören bekomme, was es schon wieder alles an neuen veganen Läden bzw. Restaurants gibt. Zum Beispiel “Happenpappen – die vegane Wohnküche” in Eimsbüttel, welche im August eröffnet hat. Vor ein paar Tagen geriet ich durch Zufall mit Roman, dem Gründer des Ladens, ins digitale Schnacken… Das Konzept von Romans Wohnküche fand ich auf Anhieb sympathisch, aufgrund der mickrigen 10 765 km die, laut luftlinie.org, jedoch zwischen mir und einem Mittagessen bei Roman liegen, kann ich leider nicht “mal eben vorbeischauen”. Trotzdem wollte ich mehr über Happenpappen erfahren. Aus diesem Grund entstand die Idee ein Interview mit ihm zu machen und euch dann auch direkt daran teilhaben zu lassen.
Die unter euch, die ein paar tausend Kilometer näher am Laden wohnen, haben Mittwochs bis Freitags von 10-18 Uhr oder am Samstag von 10-17 Uhr die Gelegenheit dort vorbei zu schauen (Lappenbergsallee 41) und den ein oder anderen Happen zu testen. Die aktuelle Tageskarte findet ihr im Übrigen auf der Facebook-Seite von Happenpappen.

 

Moin Moin Roman,
du hast Anfang August “happenpappen” im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel eröffnet. Erzähl doch mal, was sich hinter dem Konzept verbirgt und wie du zu der Idee gekommen bist deine “vegane Wohnküche” zu gründen.
Auf die Idee bin ich über Umwege gekommen. Ich habe nebenbei vegane Kochsessions mit knapp 20 Personen veranstaltet und hatte einen so großen Spaß dabei, dass ich dachte, suche doch mal eine Location, wo ich eine eigene kleine Küche für Kochabende eröffnen kann. Dann dachte ich mir, dann kann ich auch gleich ein paar Tage kochen und so ist die Idee zu Happenpappen entstanden. Bei mir gibt es Mittags immer ein frische Tagesgericht, jeden Tag neu. Dann immer eine frische Suppe, und meist einen CousCous-Salat oder ähnliches. Dann kreiere ich immer noch ein Dessert, zum Beispiel warmen Apple-Crumble mit Cranberries. Wer Lust auf Kuchen hat, kann bei mir auch Nachmittags schlemmen. Samstag wollte ich ein langes Frühstück anbieten. Da gibt es bei mein geliebtes Tofu-Rüherei mit Süßkartoffeln und Champingons, warmen Porridge mit verschieden Ausführen, dann Mittags ein Spezial wie Lasagne, Pizza oder ähnliches und mal Pancakes und so. Dazu hausgebackenes Vollkornbrot mit verschieden Aufstrichen, wie zum Beispiel “Eiersalat”. Ich wollte mit meiner Idee des Happenpappen meinen Gästen zeigen, dass es auch ohne tierische Produkte geht und zudem noch so lecker ist.

 

Bist du eigentlich ausgebildeter Koch? Und wie bist du selbst zum Veganismus gekommen?

Ich bin kein Koch, nur Hobbykoch, aber aus Leidenschaft und mit viel Liebe. Wäre es damals nach mir gegangen, hätte ich eine Kochausbildung gemacht. Aber meine Mutter meinte damals, das wäre nichts. Du steht nur in der Küche und musst immer sehr lange arbeiten. Ich habe schon seit langem nach einer perfekten Ernährung für mich gesucht. Ich war gesundheitlich ein bisschen angeschlagen und hatte sehr schlechte Cholesterinwerte und da musste sich etwas ändern. Dazu kam, dass ich immer mit meinem Gewicht gespielt habe, aber nie eine Ernährung gefunden habe, die zu mir und meinem Körper passt. ich bin dann über eine Talkshow und Attila Hildmann dazu gekommen, mit mal 30 Tage vegan zu ernähren. Wenn man einmal anfängt damit sich mehr zu beschäftigen, hört man auch gar nicht mehr auf. Dazu kam dann einfach auch ethische Gründe, die für mich immer schon eine wichtige Rolle gespielt haben, aber mir noch nie so bewusst waren.

 

Was bekommt man bei dir denn für Leckereien aufgetischt?

Foto: happenpappen.com Foto: happenpappen.com Foto: happenpappen.comIch koche aus allen meinen veganen Kochbücher und stöbere in vielen Kochzeitschriften. Bei mir gibt es immer einen Pastatag, dann auch mal frische Bürger, leckeres Rissotto oder Klöße mit Belugalinsen und geschmorten Lauchzwiebeln. Ich bin nicht so auf der Suche nach Fleischersatz, sondern möchte viel lieber mit Gemüse und Obst Kochen und alles rausholen was so geht. Frische Kräuter spielen in meiner Küche eine wichtige Rolle.

 

Einmal die Woche veranstaltest du einen Kochabend mit wechselnden Themen. Magst du verraten welche Themen aktuell in Planung sind und wie die Abende ablaufen?

Mein erster Kochabend heisst “Einstieg in die vegane Küche”. Da bei halte ich einen kleinen Vortrag und versuche zu erklären, wie man mit verschieden Zubereitungen in der veganen Küche umgeht. Dann geht es mit meinen Teilnehmern an den Herd. Es gibt dann ein 3-Gang-Menü. Wir teilen uns in Gruppen und dann wird zusammen gegessen und geklönt. Ab November soll es dann noch weitere Kurse geben. Zum Beispiel verschiedene Themenabende wie Asiatisch kochen, Pasta Pasta, Israelisch, Vegan Backen und Vegan 55+. Dafür hole ich mir dann Verstärkung von weiteren Hobbyköchen.

 

Bist du selbst viel in der Welt unterwegs und lässt dich für deine Kochabende inspirieren oder unternimmst du lieber nur kulinarische Reisen und experimentierst vom heimischen Herd aus?
Ich liebe es zu Reisen. Im letzten Jahr bin ich 8 Wochen mit dem Rucksack durch Asien gereist und viele Kochkurse belegt. Ansonsten stöbere ich viel in Kochbüchern und Zeitschriften und probiere mich an den Rezepten.

 

Wie können sich interessierte für die Kochabende anmelden? Oder ist es auch möglich einfach so spontan vorbei zu kommen?

Bei mir kann man sich über die Website per Email anmelden und bekommt dann eine Bestätigung. Wir kochen mit max. 12 Personen an einem Abend.

Foto: happenpappen.com

Sind deine Kochabende eher für Vegan-Neueinsteiger gedacht oder kann man auch als langzeit Veganer*in und begnadeter Hobbykoch noch etwas bei dir lernen?

Ab November gibt es in alle Richtungen neue Kurse. Man soll natürlich etwas aus den Kochabenden mitnehmen, viel schöner und wichtiger finde ich den Austausch bei so einem Abend. Deswegen nenne ich es auch nicht Kochkurs, sondern Kochabend.

 

Auf happenpappen.com bloggst du außerdem über eine Vielzahl von Themen, darunter auch Restaurants mit veganem Angebot. Wo lässt du dich am liebsten bekochen, wenn du mal nicht selbst am Herd stehst?

Ich liebe das Backbord Hamburg, die Pizzen von Slim Jims oder Jim Burrito´s. Da ich bei mir immer eher aufwendig koche, aber ichFoto: happenpappen.com auch mal Lust auf schnelles gutes Essen.

 

Foto: happenpappen.comHast du eine Lieblingsspeise und magst meinen Leser*innen und mir das Rezept dazu verraten?

Ich liebe einfache Pasta mit Tomaten. Dabei backe ich Cherrytomaten mit Knoblauch im Ofen. In einer Pfanne ein paar Schalotten andünste, Knofi dazu, dann ein bisschen passierte Tomaten, Kapern dazu und mit frischen Oregano würzen. Dann die gekochte Pasta dazu und die Grilltomaten…kurz durchziehen laseen, dazu ein paar Nüsse oder Mandelmuss oben drüber – einfach lecker. Ein Crumble aus Früchten geht immer hinterher!

 

Lieben Dank für deine Antworten! Wir sehen uns dann in einem Jahr in deiner Wohnküche…bis dahin erst einmal viel Spaß und Erfolg mit deiner Wohnküche!
gepostet am by Sarah in Alles Andere, Blog

Antwort auf Kennt ihr schon. . . Happenpappen?

  1. Svea

    oooh, das hört sich aber gut an! sehr sympathisch :)

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