Pretty Goodgoods?

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Seit gestern und noch für den Rest des Wochenendes läuft in den Messehallen in Hamburg eine Messe, die den Namen Goodgoods trägt und sich selbst mit “Deutschlands große Messe für nachhaltigen Konsum” betitelt. Der Eintritt kostet 10€ bzw. 7€ für Studenten. Freikarten dürften inzwischen schwieriger zu bekommen sein, doch zum Glück hatten wir welche. Danke, Glore-Shop!

Auf der Goodgoods werden ausschließlich Produkte präsentiert (und zum Teil auch verkauft), die wenig Ressourcen verbrauchen und fair sowie umwelt schonend produziert sind. Diese Produkte (und Dienstleistungen) reichen von Banken über Lebensmittel und Getränke, Kosmetik, Kleidung, Putzmittel, Handtaschen, Bücher, Möbel, Druckerein, Seife / Duschgel bis hin zu Radios und einem Fahrrad sowie entsprechendes Öko-Kettenöl etc. für dieses. Die Messe ist in einem großen Raum untergebracht, jedoch trotzdem recht übersichtlich, da die Zahl der Aussteller doch recht beschränkt ist (ich für meinen Teil hätte zumindest erwartet, dass die Goodgoods größer ist).

Doch was erwartet euch konkret?

No Goodgoods:
Das Negative zuerst, dann haben wir’s hinter uns: neben dem, irgendwie nicht überraschenden, Stand mit Lederhandtaschen und dem widerlichen Namen “haeute”, hat mich die Ausstellung eines bestimmten Produkts wirklich tief enttäuscht: vom Eingang aus gesehen ganz hinten rechts in der Ecke liegen doch tatsächlich Pelz-Produkte (Fuchs) zur Schau in einer Vitrine. Die lächerliche Bezeichnung: Friendly Fur (mit der Begründung, dass die Tiere zur Dezimierung des Bestands ohnehin getötet werden mussten). Ich könnte mich jetzt wirklich ausführlich darüber aufregen, dass soetwas, auch wenn es sich selbst als “friendly” betitelt, als Stand zugelassen wird. Dickes Minus!

Free Goodgoods:
Positiver stimmen mich dann doch schon die Goodgoods, die umsonst probiert werden dürfen: darunter eine ganze Menge Limonaden, unter Anderem von “Fritz”, “Now” und “Bios”. Am Stand von Lemon-Aid könnt ihr sogar eure eigene Limonade pressen. Ansonsten verschenkt Alpro Sojasahne und ansonsten gibt es, natürlich, eine ganze Menge Infomaterial.

Really Good Goodgoods:
Nun zum schönen Teil, den Goodgoods, die mir persönlich gefallen haben: da gibt es zum einen einige Öko-Labels, die sich vorstellen und T-Shirts, Hoodies und Hemden verkaufen. Mit dabei Recolution, der Glore-Shop, das Hamburger Label Fairliebt sowie toodot. Katja Werner Design bietet Taschen aus Fahrradschläuchen, die mir besonders gut gefallen haben. Positiv aufgefallen sind mir außerdem die Regale von Reditum sowie wirklich schicke Radios aus Holz von Wooden-Radio.com. Die Radios sind leider preislich ziemlich weit entfernt sind von dem, was ich mir spontan leisten kann. Schade. Auch der Hamburger Laden Lockengelöt bietet verdammt schöne Lampen an, um die ich schon seit Wochen herum schleiche (Laden in der Wohlwillstraße).

Das Fazit? Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass keine tierischen Produkte angeboten und beworben werden, hatte jedoch schon vorher vermutet, dass ich damit wohl kaum rechnen kann. Auch das Thema Veganismus war leider so gut wie gar nicht vertreten, sieht man mal von dem Angebot zweier Bücher am Arte-Buchstand ab. Andererseits freue ich mich natürlich, dass überhaupt soetwas wie eine Messe mit dem Thema fair gehandelte Produkte stattfindet. Also: geht hin, bildet euch selbst eure Meinung und beschwert euch über Leder und Pelz ;)

gepostet am by Sarah in Alles Andere, Blog

Antwort auf Pretty Goodgoods?

  1. FUP

    vielen dank für den kleinen rundgang. ich habe es leider nicht geschafft die messe zu besuchen obwohl ich es gerne getan hätte. dank dir weiß ich jetzt trotzdem was da los war ;)
    liebe grüße.

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