Rezepte

Lemongras- Tofu, Kurkuma-Rollen mit Sesam- Dip & mehr

Dieses Gericht entstand, als ich vor ein paar Tagen abends hungrig einen Blick durch meinen Kühlschrank schweifen ließ und dieser nur bedingt viele Zutaten ausspuckte: Tofu, Mandelmilch, Zitronengras, eingelegte Tomaten, selbstgemachten Hummus, Ingwer sowie Chili.
Der Supermarkt war natürlich schon längst zu. Zum Glück befanden sich jedoch auch noch eine Avocado und eine Kochbanane in meiner Küche. Dann einfach so weiter wie immer: Ein paar Minuten doof in der Küche stehen, auf Zutaten glotzen und sich dabei nach vermutlich köstlichen Ideen ausschau halten…

Wenig später saß ich mit einem prall gefüllten Teller auf dem Sofa und war höchst zufrieden mit dem spontan improvisierten Essen. Um genau zu sein so sehr, dass ich am nächsten Tag direkt noch einmal das Gleiche kochte und auch euch diese wunderbare Kombination nicht vorenthalten möchte. ANZEIGEN

Lila Suesskartoffelsuppe

Aus unerfindlichen Gründen standen in den letzten Woche sehr viele rosa- und lilafarbene Speisen und Getränke auf meinem Speiseplan. Ständig landeten Beeren in Smoothies und fruchtigen Naschereien (z.B. Eis oder Tamales) und violette (Süß-)Kartoffeln, Möhren und Rotkohl in den deftigen Speisen. Vielleicht versuche ich unterbewusst das nach dem Urlaub frisch gewonnene Grau vor der Tür mit etwas Farbe auszugleichen, wer weiß. Letztlich ist das aber auch nicht so wichtig, da lila Süßkartoffeln einfach lecker sind und die Farbe der Suppe fantastisch.

Wer noch nie lila Süßkartoffeln gesehen hat, sollte in größeren Supermärkten die Augen offen halten. In Hamburg gibt es z.B. welche in einigen Edeka-Filialen. Wer keine lila Süßkartoffeln finden kann, kann dieses Rezept auch mit einer anderen Sorte Süßkartoffeln zubereiten. Natürlich ist das Ergebnis in diesem Fall jedoch keine lilafarbene Suppe. Wenn ihr mit orangefarbenen oder weißen Süßkartoffeln trotzdem zu einem ähnlichen Farbergebnis kommen wollt, könnt ihr jedoch eine der Süßkartoffeln durch ein paar violette Möhren ersetzen.

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Acerola- Blaubeer- Smoothie

Kaum aus Mexiko zurück, hat mich direkt eine dicke Erkältung heimgesucht. Während ich sonst nur sehr selten krank werde, ließ sich in diesem Fall fast zu vermuten, dass die meinerseits so verhasste Kälte und fast 40°C Temperatur-Unterschied vielleicht doch nicht ganz spurlos an mir vorbei gehen. Entsprechend war ich dann auch mal wieder an der Reihe. Da ich allerdings kein großer Freund von Medikamenten bin (zumindest solange sich diese vermeiden lassen), habe ich es, wie immer, erst einmal mit einer geballten Ladung frisch gebrühtem Ingwer-Tee, der ein oder anderen heißen Zitrone, Inhalieren, Minzöl und vor allem vielen Vitaminen und Antioxidantien versucht. Zusammen mit viel Schlaf meiner Meinung nach die sinnvollere Erkältungsbekämpfung.

Für meinen Smoothie habe ich mir entsprechend auch mal eine Packung Acerola-Püree gegönnt. Die säuerliche Frucht gehört, seitdem ich in Brasilien gewohnt habe, zu meinen absoluten Obst-Favorites. Die Frucht verfault schnell und ist daher bei uns nicht frisch erhältlich. Ebenso wie andere tropische Obstsorten die es bei uns selten frisch gibt, wie z.B. Guave oder Açai, ist Acerola mittlerweile in einigen Supermärkten in der Tiefkühltruhe als Fruchtpüree zu finden. Entgegen der gebräuchlichen Bezeichnung “Acerola-Kirsche” ist die Acerola übrigens eine Steinfrucht. Allerdings hat sie nicht nur anderen Steinfrüchten einiges voraus, da sie zu den vitaminreichsten Obststorten gehört die es gibt. Auf 100g Frucht enhält sie im Schnitt 1.700mg Vitamin-C. Zum Vergleich: Zitrusfrüchte schaffen es gerade mal auf einen durchschnittlichen Vitamin-C Gehalt von 50mg pro 100g. Entsprechend ist sie auch bei Erkältung eine gute Möglichkeit, den erhöhten Vitamin-C-Bedarf des Körpers zu decken. Natürlich ist die Acerola auch ohne Erkältung verdammt gesund…und vor allem köstlich!

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Crepes mit Blaubeer- Nicecream

Kein Eis, kein Sorbet, nein, Nicecream. So bezeichnet zumindest das Internet fruchtige und meist rohe Eiscreme-Varianten, welche im Mixer selbstgemacht sind und meist auf einer gefrorenen Banane plus beliebigen weiteren Zutaten (Früchten, Nüssen, Mus, Erdnussbutter usw.) basieren. Letztlich benötigt ihr jedoch auch keine Banane, sondern einfach nur einen Mixer mit ordentlich Power und eine Handvoll weiterer Zutaten – irgendeine gefrorene Frucht sollte jedoch dabei sein. Für das heutige Rezept habe ich Blaubeeren verwendet (in anderen Regionen wohl eher Heidelbeeren genannt).
Anders als andere, meist industriell verarbeitete und stark gezuckerte Eissorten, bietet die Nicecream entsprechend eine ganze Menge mehr Vitamine und Antioxidantien statt Zucker. Ein guter Deal, zumal sie genauso lecker schmeckt. Und auch wenn ich mich mit dem Namen persönlich nicht wirklich anfreunden kann, findet mein Körper diese Tatsache sicherlich nice und freut sich über Nährstoffe im Kampf gegen meine beginnende Erkältung. Diese wird ansonsten übrigens auch mit selbstgemachten Hausmittelchen bekämpft, da Tabletten nur in den Fällen in meinem Körper landen, wenn es wirklich nicht anders geht. Ansonsten helfen bestimmt auch eine heiße Zitrone und ganz viel Blaubeer-Nicecream… Natürlich solltet ihr dieses Rezept auch ohne nahende Erkältung testen, am besten mit etwas zusätzlicher “gesunder” (hust hust) Soja-Sahne, hauchdünnen warmen Crêpes und gerösteten Nüsschen.

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Knusprige Avocado- Sticks

“Avocado sollte man nicht erhitzen” – schallt es überall durch das Internet. Eine mindestens genauso alte Weisheit wie das Internet ist allerdings auch: Du solltest nicht immer auf das Internet hören. Das bewies mir vor kurzem auch ein Restaurant in Mexiko, in welchem ich Avocado im Teigmantel auf der Karte erspähte. Den restlichen Urlaub habe ich dann unter anderem mit sehr vielen Gedanken an knusprig ummantelte Avocados verschwendet. Entsprechend schnell stand ich gestern mit Jetlag in der Küche und habe mich an die Rezeptentwicklung gemacht. Nachdem das Rezept gestern mit einer anderen Panade aus Maismehl und Semmelbröseln zwar lecker, aber noch nicht perfekt war, habe ich mich heute morgen direkt noch einmal in die Küche gestellt und die gestrige Version leicht verändert. Das Ergebnis in Form von überaus leckeren knusprigen Avocado-Sticks mit scharfem Hummus-Tomaten-Dip findet ihr nun hier und ich hoffe, dass es euch ebenso gut gefällt wie mir.
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