Basics

Knusprige Avocado- Sticks

“Avocado sollte man nicht erhitzen” – schallt es überall durch das Internet. Eine mindestens genauso alte Weisheit wie das Internet ist allerdings auch: Du solltest nicht immer auf das Internet hören. Das bewies mir vor kurzem auch ein Restaurant in Mexiko, in welchem ich Avocado im Teigmantel auf der Karte erspähte. Den restlichen Urlaub habe ich dann unter anderem mit sehr vielen Gedanken an knusprig ummantelte Avocados verschwendet. Entsprechend schnell stand ich gestern mit Jetlag in der Küche und habe mich an die Rezeptentwicklung gemacht. Nachdem das Rezept gestern mit einer anderen Panade aus Maismehl und Semmelbröseln zwar lecker, aber noch nicht perfekt war, habe ich mich heute morgen direkt noch einmal in die Küche gestellt und die gestrige Version leicht verändert. Das Ergebnis in Form von überaus leckeren knusprigen Avocado-Sticks mit scharfem Hummus-Tomaten-Dip findet ihr nun hier und ich hoffe, dass es euch ebenso gut gefällt wie mir.
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Datteln im Tempeh- Mantel

“Bacon had a mom.” So gehören auch Datteln definitiv in keinen Speckmantel. Schon alleine aus dem einfachen Grund, dass aus keinem Lebewesen Speckmäntel hergestellt werden sollten. Deftig und zusammen mit rauchigem Aroma sind getrocknete Datteln jedoch trotzdem wunderbar. Allerdings geht das natürlich auch ganz wunderbar als tierleidfreie Variante, welche ich heute mit euch teilen möchte. ANZEIGEN

Hagebutten marmelade

Eigentlich wollte ich euch heute mal eine idyllische Geschichte über Hagebutten und Beeren sammeln mit Freunden schreiben. Ihr wisst schon: diese Art kitschige Geschichte mit einem kleinen plätschernden Bach der sich durch das norddeutsche platte Land schlängelt. Der durch die Bäume rauschende Wind kündigt mit einem Rascheln den Herbst an, während die Blätter sich noch tapfer an ihren Bäumen und Büschen halten. Die letzten wirklich warmen Sonnenstrahlen scheinen dir ins Gesicht, als du dich nach einem Ast ausstreckst um ein paar weitere Hagebutten zu ernten. Währendessen tollen links neben dir ein paar Eichhörnchen, rechts ein paar Rentner… so ungefähr war das heute nämlich.

Vermutlich hätte ich euch mehr davon erzählt, wäre mir danach nicht mal wieder eine skurile EU-Vorschrift zum Thema Essen aufgefallen, die mich mal wieder verwundert eine Augenbraue hochziehen und irritiert auf meinen Rechner gucken ließ. Es ist nämlich so: ich benutze gerne das Wort Marmelade, wie z.B. auch für diesen Rezepttitel. Omma hätte gesagt: “Recht haste, Kind! Ohne Stückchen ists ‘ne Marmelade und mit Stückchen ‘ne Konfitüre.” Hach, die guten alten Zeiten in denen Gurken noch krumm sein und Omma einfach Marmelade so eingekochtem Fruchtzeug ohne Stückchen sagen durfte. Die EU findet jedoch, dass meine Oma lügt, alles völlig falsch definiert war und ich auf gar keinen Fall Marmelade zu diesem Hagebutten…zeug sagen sollte. Ein bisschen krumme Gurken hingegen wurden großzügigerweise irgendwann doch wieder erlaubt, als irgendein Bürokrat feststellte, dass eine Krümmung von zehn Millimetern auf zehn Zentimeter Länge überraschenderweise doch nicht zu einer tödlichen Dosis Gurke führen. Verrückt. Bei der Marmelade ist das jedoch nicht so einfach. Hierbei handelt es sich laut EU nämlich nur um Aufstriche aus Zitrusfrüchten. Liebe EU, hier haben wir ganz offensichtlich schon das zweite Problem: Aufstriche aus Zitrusfrüchten sind ungefähr das Schlimmste was ich mir auf meinem Brot am Morgen (und mittags, nachmittags, abends, nachts oder zwischendurch) vorstellen kann. Dieses eingekochte bittere Orangenzeug zum Beispiel braucht meiner Meinung nach nämlich keinen eigenen Namen, sondern maximal einen Mülleimer oder zumindest ein großes glitzerndes Warnschild auf dem “Vorsicht, widerlich! Auf keinen Fall essen!” vermerkt ist. Doch den Zitrusmarmeladen-Hass beiseite und weiter auf die Suche danach wie ich dieses Rezept wohl nenne dürfte: Gelee habe ich jedenfalls auch keins gemacht, das wäre nämlich nur auf Basis von Saft. Das Wort Konfitüre kann ich als ewige Mathenull letztlich auch nicht ernsthaft verwenden: denn wenn ich Konfitüre korrekt nutzen möchte, müsste ich erst einmal ausrechnen, ob die “lösliche Trockenmasse” im Endprodukt mindestens 60% beträgt (hierzu gehört auch Zucker) und der allgemeine Fruchtgehalt bei mindestens 350 auf 1000g liegt. Dieses Verhältnis ist bei Konfitüre extra nocheinmal anders. Das “extra” sind hier übrigens 100g Frucht (auf 1000g) mehr. Der jeweils in den Kofitüren erlaubte Gehalt von Ingwer ist übrigens auch verschieden. Puh! Die Rechnerei ist mir jedenfalls zu anstrengend, wobei mir hier mal wieder auffällt: die wichtigen Beispiele aus dem echten Leben haben mir meine Mathelehrer immer unterschlagen. Für Frucht- oder Ingwergehalt hätte ich mich damals schon mehr interessiert als für Zahlen. Doch zurück zu den Alternativen: Darf ich es vielleicht Creme nennen? Ach halt, nein, auch nicht! In dem Fall hätte ich Stärke zum Binden verwenden müssen. Übrig bleibt letztlich nur das Wort Fruchtaufstrich, welches ich laut EU korrekterweise benutzen sollte. War doch ganz leicht! Nur, dass ich persönlich beim Lesen des schwammigen Worts Fruchtaufstrich nicht an eingekochte Früchte denke, sondern irgendwie einfach nur an etwas fruchtiges, cremiges, was ich auf mein Brot streichen kann, was weder Kompott oder irgendwas von den bereits aufgezählten Dingen ist…

Die heutige Einleitung schließe ich daher etwas verwirrt und ganz ohne fröhlich um mich herum spielende Eichhörnchen auf herbstlichen Wiesen. Bleibt nur zu sagen: Ey EU, du bist scheisskompliziert. Ich sage und schreibe einfach weiter Marmelade.

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Blaue Maistortillas

Wenn ich mal wieder länger in Deutschland bin verdränge ich manchmal wie gut frische Tortillas schmecken und riechen. Das gleiche gilt für bunten Mais, welcher in unseren Breitengraden ebenfalls sehr selten irgendwo zu sehen ist. In lateinamerikanischen Supermärkten oder Onlineshops wird man jedoch mitunter fündig, zumindest was Mehl aus blauem Mais angeht. Da ich mal wieder an größtem (kulinarischen) Fernweh (vermutlich verstärkt durch den mittelmäßigen Sommer in diesem Jahr) litt habe ich mir also einfach mal eine Packung bestellt und mir direkt schnell ein paar blaue Tortillas gemacht. Ohne großes Chichi drumherum, einfach mit Guacamole als kleinen Snack. Einfach fantastisch: der Geruch, Geschmack und Konsistenz von selbstgemachten Tortillas ist einfach nicht vergleichbar mit Produkten aus dem Supermarkt.

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Cashew Mozzarella

Eigentlich blogge ich -mit enorm wenigen Ausnahmen- nur selbst entwickelte Rezepte. Heute ist es jedoch mal wieder so weit und ich möchte euch ein Rezept ans Herz legen, welches auf verschiedenen deutsch- und englischsprachigen Seiten im Internet kursiert. Dementsprechend bin ich mir nicht sicher wer eigentlich UrheberIn dieses Rezeptes ist (sollte das jemand von euch wissen hinterlasst mir gerne einen Kommentar).

Unabhängig davon ist der Mozzarella aus Cashews eine tolle Erfindung. Am liebsten mag ich ihn eingelegt in ein leckeres selbstgemachtes Pesto oder zum Überbacken, denn er schmilzt sogar und macht sich super als Sandwichbelag (am besten aus dem Sandwichtoaster), als auch auf Aufläufen und Pizza. Roh lässt er sich jedoch ebenfalls verzehren. Der “Käse” lässt sich übrigens ohne großen Aufwand herstellen und es werden hierfür nur wenige Zutaten benötigt.

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