Vegan in Rio, part 2.

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Hello again! Eigentlich wollte ich schon längst meinen Kram gepackt haben und gen Süden getingelt sein. Zuverlässigerweise kommt es natürlich wie immer anders als gedacht und so schreibe ich diese Zeilen immer noch aus dem schönen Rio de Janeiro.

Die letzten Tage habe ich irgendwo zwischen super netten Menschen, in Wasserfällen schwimmend, über Felsen kletternd, am Strand, lesend, vor allem aber mir die Füße wund laufend und leckeres Essen in mich hinein schaufelnd verbracht, so, dass die Zeit weitestgehend unbemerkt an mir vorbei geschlichen ist und ein Blick in den Kalender mir verrät, dass es tatsächlich schon zwei Wochen sind, die ich hier rumhänge. Morgen in aller Frühe geht es dann jedoch raus aus der Stadt, zunächst nach Vitória. Von dort aus geht es dann direkt weiter in Richtung Norden in den Bundesstaat Bahia. Dort wiederum geht es dann an Bord eines kleinen Schiffes, auf eine von Sea Shepherd Brasilien organisierte mehrtägige Tour mit dem Ziel der etwa 70km vor der Küste gelegenen (unbewohnten) Inselgruppe Abrolhos, welche vom größten Riff Südamerikas umgeben ist. Doch dazu dann später mehr…

…denn an dieser Stelle soll es um die Fortsetzung des letzten Vegan in Rio-Eintrags gehen:

Das Restaurat Vegan Vegan (nur zur Mittagszeit geöffnet) befindet sich im Stadtteil Botafogo. Zur Auswahl gab es dort zwei Tagesgerichte, in den Portionsgrößen “klein” (ca. 7€) und “groß” (ca.9€). Die “kleine” Portion war jedoch nicht wirklich klein wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Die einzelnen Komponenten der vorgeschlagenen Gerichte lassen sich beliebig kombinieren. Nachtisch gibt es auch, aber der hat auch mit der kleinen Portion (welche außerdem mit einem Blattsalat mit etwas Sojamayonaise daher kommt) nicht mehr rein gepasst. Ein füllendes Mahl, allerdings kaum gewürzt und daher geschmacklich auch nichts, was man unbedingt erlebt haben müsste. Sollte es euch in die Ecke verschlagen, würde ich daher empfehlen, dass ihr den Weg (ca. 1 km vom Vegan Vegan gelegen) auf euch nehmt und statt dessen das folgende Restaurant aufsucht…

Refeitório Orgânico, ebenfalls in Botafogo gelegen, bietet ein veganes All you can eat – Buffet. Kostenpunkt ist unter der Woche knapp 8€, am Wochenende kostet der Spaß ungefähr 10€. Die Auswahl war fantastisch (viele verschiedene Salate, unterschiedliche Sushi, gegrilltes, asiatisches, lokale Spezialitäten…), das Essen auch. Der Eingang ist winzig und führt in einen Hinterhof in dem das mehrstöckige Restaurant, komplett aus Holz und auf mehreren Etagen gemütlich eingerichtet, liegt. Nachtisch (sahen alle fantastisch aus, aber ich hatte schon zu viel Buffet intus) und leckerer frischer Saft kosten nochmal ein paar Reais extra. Geöffnet hat auch dieses Restaurant nur bis nachmittags (ca. 16.30 Uhr). Sicherlich wird es mich im laufe meines Brasilien-Jahres noch einmal nach Rio verschlagen und dann mit Sicherheit auch wieder hier her. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis (und neben dem Universo Organico auch vom Geschmack) meiner Meinung nach eindeutig das Beste vegane Restaurant in Rio.

Auch dem Universo Orgânico im Stadtteil Leblon habe ich (weil es so lecker war und es länger geöffnet hat als die Restaurants in Botafogo) noch einen weiteren Besuch abgestattet und es war wieder sehr lecker. (Mehr Infos zu dem Restaurant findet ihr in meinem letzten Blogeintrag.)  

Ansonsten bin ich in den letzten Tagen noch über das Yalla-Bistro, ebenfalls gelegen in Leblon, gestolpert. Weder komplett vegetarisch noch vegan, jedoch gibt es einige vegetarische Optionen und diese sind mit einem grünen Blatt gekennzeichnet. Hier bekommt ihr auch einige vegane Kleinigkeiten sowie ein Falafel und ein Veggie-Sandwich (gegrilltes Gemüse in Pita-Brot mit Tahini-Sauce), welche sich auch beide als Menü (mit Salat oder Pommes) bestellen lassen. Eine gute Wahl für ein spätes Frühstück (öffnet um 11.30 Uhr), Brunch oder um sich schnell etwas für unterwegs zu holen.

Davon abgesehen findet ihr überall (!) leckere Säfte und auch Smoothies, sei es AcaiGuaiaba oder Ananas mit Minze. Leckere frisch gepresste Säfte (auch grüne Kombinationen, z.B. mit Grünkohl) und frische Kokosmilch findet ihr außerdem (unter anderem) in den Läden der Supermarktkette Hortifruit.

 

 

 

 

 

Wenn sonst mal nichts offensichtlich veganes in Reichweite ist, haltet Ausschau nach einem der unzähligen arabischen Imbisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dort vegane “Quibe”, Falafel oder Aufstriche (meist Humus und Aubergine) oder Antipasti bekommt sind sehr gut.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke aus dieser fantastischen Stadt…und dann gute Nacht (bzw. euch guten Morgen)!


gepostet am by Sarah in Blog, On The Road

5 Antworten auf Vegan in Rio, part 2.

  1. Anna

    Das liest sich ja wieder lecker und die Bilder sehen auch toll aus! :)
    Von den Saftbuden habe ich schon gehört und freue mich glaibe ich am meisten darauf, richtige frische “exotische Säfte” zu trinken, nicht dieses Nektarzeugs aus <konzentrat, das man sonst nur kennt!
    Was ist das für ein witziges Tier mit dem langen Schwanz? :D
    Viel Spaß in Bahia!

    • Sarah

      ist ein kleiner affe…wenn du auf das bild klickst siehst du auch den rest von ihm ;)
      und ja, die saftbuden sind echt super. selbst in dem flughafen in dem ich aktuell zwangs-rumgammele gibt es frische säfte :) (in die säfte wird allerdings gern mal zucker hinzu gegeben, absolut unnötig, aber zum glück abbestellbar!)

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