Vegan On The Road: London

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London ist ein unglaubliches Fressparadies und ich hätte Wochen dort verbringen können um neue Köstlichkeiten zu probieren. Leider hatte ich jedoch keine Wochen Zeit, nicht mal eine, sondern nur drei Tage um genau zu sein. Da der Platz in meinem Magen und auch in meinem Handgepäck (fliegen ohne Koffer kann auch Nachteile haben) recht begrenzt waren, konnte ich bei weitem nicht so viel probieren, wie ich gerne hätte. Wir haben jedoch trotzdem fleissig gegessen und es war rundum lecker! :)

Als erstes gab es das Frühstück im Pogo-Cafe, welches mir mein Freund vor einigen Monaten schonmal “nachgekocht” hatte. Schon allein aus diesem Grund musste ich nun natürlich das “Original” probieren. Ausgehungert und müde vom Flug sind wir also direkt nach Hackney gefahren (leider liegt das Pogo-Cafe etwas ausserhalb) um dort zu frühstücken. Dieses bestand dann aus Bohnen, einer Tofuwurst, Rührtofu, Brot, Kartoffelpuffer und Pfannkuchen. Die Portionen waren riesig (und lecker) und wir danach pappsatt, da es dazu noch einen riesen Eiskaffee meinerseits und einen Erdnussbutter-Shake bei meinem Begleiter gab. Das Pogo-Cafe bietet übrigens ausschließlich veganes Essen an (Frühstück am Sonntag, ansonsten Burger) und wird komplett von Freiwilligen bekocht und bedient (welche unter Umständen etwas schusselig sind, aber das macht es nur sympathischer).

Am gleichen Tag waren wir dann auch noch bei einem, ebenfalls komplett veganen, asiatischen All You Can Eat Buffet (was hart war nach dem Frühstück!), irgendwo in der Nähe des Leicester Square und haben unsere Bäuche ein weiteres Mal gefüllt. Das Angebot bestand aus frischem Obst und Gemüse (verschiedene Salate), Curry, Tofu in verschiedensten Formen, Nudel- und Reispfannen, Frühlingsrollen, sehr vielen Saucen…na ja, eben so, wie man sich asiatisches Essen vorstellt. Dank meinem grandiosem Gedächtnis sowie ausgezeichnetem Orientierungssinn, habe ich jedoch nicht die geringste Ahnung wie Strasse oder Restaurant heissen könnten. Nicht so schlimm vielleicht, denn in der Gegend (und auch im restlichen London) gibt es eine Menge Buffets die preislich und vom Angebot her recht ähnlich sind. Bei der Suche nach diesen, oder anderen Restaurants, helfen auf jeden Fall Happy Cow sowie London Vegan weiter.

Am nächsten Tag gings dann zum Frühstück ins Inspiral (direkt beim Camden Market), welches seit einigen Tagen sein “Visionary Breakfast” anbietet. Preise und Bilder davon findet ihr hier. Zum Vergleich, und weil ich zur Zeit unglaublichen Hunger auf Rührtofu und Bohnen habe, gab es dann noch mal die Rohkostversion des Frühstücks vom Vortag zu probieren. Und ich kann nur sagen: Wow! Unglaublich lecker, super gewürzt und besonders die “homemade sausage” war ein Traum. Der “Durian Colada” Smoothie dazu ebenfalls. Auch ansonsten war auch der Ausblick — nach draußen und ebenso innerhalb des Cafes in die mit Pralinen gefüllte Theke — wundervoll. Alles andere aus ebenso toll aus – von Salaten über Kuchen bis hin zu verschiedenen Sorten Eis. Schon blöd irgendwie, nur einen Magen zu besitzen.

Wahnsinnig gerne hätten wir später auch noch bei der HA HA Veggie Bar (auf dem Camden Lock Market) gegessen, denn dort haben wir, nach langem Suchen, vor gut zwei Jahren den weltbesten Burger gefunden (es war der Monkey Burger). Ich muss gestehen, dass ich mich unglaublich auf das Probieren von weiteren leckeren Burgersorten gefreut hatte. Leider war jedoch nur das Schild und nicht der Stand da (es wurde grade renoviert) und ich hoffe stark, dass dieser tolle Mensch mit seinen noch extrem viel tolleren Burgern nach der Renovierung wieder an seinen Platz kommt, damit ich beim nächsten Mal endlich wieder einen bekomme!

Um uns über den Burger-Verlust hinweg zu trösten, sind wir anschließend zu der Secret Society of Vegans gefahren, genau genommen zum “Vx”. In dem kleinen Shop mit Cafe nahe der Station Kings Cross findet ihr T-Shirts, Schuhe, Hoodies sowie ein Regal voller Süßigkeiten und einen großen Kühlschrank mit veganem Käse, Eis uvm. Des Weiteren ist dort Mrs. Cupcake vertreten, die den Laden mit (wer hätts gedacht!) Cupcakes versorgt. Kuchen sowie Kaffee und andere Getränke gibt es ebenfalls. Wir haben uns für den Kuchen entschieden, der mehrere Stockwerke hoch, voller Caramell-Nusscreme und ganzen Nüssen war. Sehr, sehr lecker! Sitzmöglichkeiten gibt es im Keller, welcher das Cafe darstellt — dort kann man es sich auf Sofa oder Stühlen bequem machen…und überlegen, welche Schuhe man sich kauft ;) Letzteres haben wir dann auch noch getan und uns jeweils ein Paar mitgenommen.

Moo Free

Als letztes waren wir dann noch im Vantra Organic, einem weiteren der komplett veganen Restaurants Londons. Dort gibt es ein Buffet und ebenfalls ein Menu. Wir haben uns jedoch für das Buffet entschieden. Etwas ungewohnt ist, dass man an diesem Mini-Portionen und keinen großen Teller bekommt. Die meisten der angebotenen Speisen kosten 1,50£ pro Portion. Die Schälchen kann man sich zum Teil selbst befüllen (stapeln!) und teils befüllen lassen (nicht stapeln :(). Es gibt jedoch noch einige Zusatzgerichte (bzw. wieder: Mini-Portionen) die etwas teurer sind und 2-3£ kosten. Wir hatten jeweils drei der Portionen (je für 1,50£ – also nur 4,50£ + Getränk pro Person, was für London ziemlich billig ist) und waren danach satt. Wer großen Hunger hat, schafft wohl auch noch eine vierte (oder vielleicht auch fünfte). Fast vergessen: an dem Abend gab es unter anderem verschiedene Currys, Chili sin Carne, Stroganow, verschiedene Gerichte mit Tofu, sowie, selbstverständlich, Reis und Gemüse. Geschmacklich für den Preis auf jeden Fall super, nur bei 1,50£ sind eben keine Weltwunder zu erwarten (soll jetzt keine böse Kritik sein, war wirklich lecker)…na, ihr wisst vielleicht was ich meine.

Zusätzlich zu den Restaurants – und der SSOV – sind auch folgende Adressen nicht verkehrt, wenn man auf der Suche nach einem Snack für zwischendurch (oder für den Rückflug oder für zu Hause oder zum Kochen), Nussriegeln, Keksen, Schokolade, Lakritz oder auch einfach nur B12 Tabletten ist:

Der Wholefoods market in der Nähe der Station Kensington High Street bietet ein wundervolles Sortiment an veganen Schokoladen (u.a. die rechts), Keksen, Wraps (unglaublich gut: getrocknete Tomate, Couscous & “Käse”-Creme aus Nüssen), Käseersatz und noch unglaublich viel mehr. Stellt euch einfach ein zweistöckiges Reformhaus vor, was (fast) alles hat, was ihr zum Kochen oder Essen vielleicht haben wollt. Ich hätte dort jedenfalls Stunden verbringen können und war froh, meine Kreditkarte nicht dabei zu haben. Besonders das Schokoladenregal…mhhooooaaahhh – ohne Worte. Ach so, Wholefoods gibts wohl mehrfach in London, der an der Kensington High Street ist jedoch der Größte ;)

An fast allen Ecken London’s findet ihr außerdem Holland and Barrett . Dort gibt es eine Menge leckerer Riegel, gefüllten Blätterteig und vieles mehr. Mega praktisch für zwischendurch oder um ein paar Stunden vorm Abflug noch ein paar Pfund in Kekse und Nussriegel zu investieren!

…für mehr Essen hat’s diesmal zeitlich leider nicht gereicht, aber ich freue mich jetzt schon bei meinem nächsten London Aufenthalt noch viel mehr zu essen. Bis dahin muss ich jedoch erstmal in’s Fitnessstudio ;)

gepostet am by Sarah in Blog, On The Road

6 Antworten auf Vegan On The Road: London

  1. Pingback: Vegfest in Bristol & FressFest in London | Vegan Guerilla

  2. Silvia

    mah…ich wußte schon immer, ich insgeheim Britin bin…aber nachdem ich diesen wunderbaren Reisebericht gelesen habe…bin ich mir noch sicherer….seufz

  3. Timm

    Danke für den Bericht.
    Ich lebe erst seit diesem Jahr vegan, bin aber fast jedes Jahr in London und war schon ein bisschen nervös, was die diesjährige Reise anbelangt.
    Danke danke danke :)

  4. Andrea

    OOOOH wie unglaublich cool! Ich fliege heute in zwei Wochen mal wieder und bin seit 4 Wochen vegan. Da kommt die Liste natürlich wie gerufen :) Das BESTE ist, dass der wholefoods in Laufnähe meines Hostels ist und das eigentlich kein veganes Frühstück anbietet. DING DING DING. Jetzt weiß ich wo ich mir das organisieren werde :)
    Tausend Dank und liebe Grüße
    Andrea

  5. Elli

    Wauw, danke für den Bericht. Ich fliege von 1.1.-6.1.2015 nach London. Hab noch kein Hotel bzw Pension gebucht, also falls mir da noch jemand nen Tip hätte, oder auch sonst noch etwas was einen veganer in London beuchen muss, freu ich mich über jede Nachricht. Gern auch in Facebook unter Elli Weisser eine PN senden

    • Sarah

      viel spaß in dieser tollen stadt :) als veganerin brauchst du dort wirklich keine bedenken zu haben, etwas leckeres ist wirklich recht leicht aufzutreiben :) tips für unterkünfte habe ich leider keine, da ich in london immer bei freunden schlafe.
      falls es dich interessiert findest du hier noch einen zweiten eintrag, welcher auch empfehlungen zu london enthält: http://www.veganguerilla.de/vegfest-in-bristol-fressfest-in-london/ wirklich toll fand ich immer das tibits und itadaki zen, auch wenn es schon länger her ist, dass ich mal dort war.

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