Nuss-Farofa

Farofa wird in Brasilien in verschiedenen Varianten als Beilage zu allem Möglichen gegessen, typischerweise zum Beispiel zu Feijoada (ein Bohnengericht, ein Rezept hierfür poste ich in den nächsten Tagen)…ansonsten könnt ihr sie aber auch als Beilage zu anderen Speisen (vorzugsweise etwas mit Sauce, da Farofa recht trocken ist) reichen.

Kuerbis- Schoko- Kuchen

Kürbis ist fantastisch. Egal ob als Suppe, Püree, Gnocchi, Ofenkürbis, gefüllt mit Cranberrys und Couscous oder Spinat, in Bällchen-Form mit Quinoa, als Burger, Canneloni-Füllung oder auch mexikanische inspiriertes Gericht mit Mais und Bohnen… und wer so viele Talente hat, darf auch mal in einen Kuchen. Lecker.

Couve Mineira

Kohl landet hier ständig als Beilage auf den Tellern, fast genau so häufig wie (und oftmals zusammen mit) Feijoada (ein Bohneneintopf) sowie Farofa (geröstetes Maniokmehl). So bleibt während ich in Brasilien lebe auch der Blogpost zu dieser extrem simplen und schnell zubereiteten Beilage nicht aus.

Der Titel ist, wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, der brasilianische Name für dieses Gericht. Letztlich handelt es sich um eine brasilianische Grünkohlart, die jedoch nicht dem deutschen Grünkohl gleicht. Dementsprechend müsst ihr mal etwas rumprobieren, mit welchem in Deutschland erhältlichen Kohl das ganze am besten ist. Geschmacklich würde ich sagen, dass der Kohl hier so Richtung Mischung aus Grünkohl, Kohlrabiblättern und Wirsing geht.

Vegan on the Road: Sao Paulo Reloaded

Mit jedem Besuch bzw. jedem Tag mehr den ich in São Paulo verbringe wächst meine Begeisterung für diese Stadt an. Vor meinem São Pauloersten Besuch im Dezember hatten mir einige Leute noch gesagt, dass Rio de Janeiro nicht zu toppen und um längen toller als São Paulo sei. Dem muss ich mittlerweile widersprechen. Ohne Frage kann die Stadt nicht mit den Stränden (schließlich gibt es keine) und dem auch ansonsten optisch beeindruckenden und wunderschön gelegenen Rio mithalten und ist eigentlich auch sonst keine besonders schöne Stadt. Für mich hat sie jedoch weit mehr Charakter und Charme als die schickere „Carioca“ Metropole ein paar Stunden weiter im Norden. (Versteht mich nicht falsch, Rio ist wirklich fantastisch!)

São PauloDas „Warum?“ lässt sich nicht auf die Größe der Stadt herunterbrechen, denn 20 Millionen Einwohner und hunderte Hochhäuser sind auch für mich als Stadtkind nicht zwangsweise ein Plus. Allerdings macht die Größe natürlich auch, dass hier einfach alles zu finden ist. Die vegane Szene ist größer und aktiver als in anderen brasilianischen (und auch anderen lateinamerikanischen) Städten in denen ich bisher war. Deshalb ist es natürlich viel einfacher leckeres veganes Essens (oder andere vegane Produkte) zu finden. Im japanischen Viertel zum Beispiel finden sich vegane Lebensmittel von denen man sonst in Brasilien nur träumen kann. Ebenso gibt es ab und an Events mit Veganismus/Tierrechts-Bezug, wobei die Schwierigkeit natürlich darin besteht, dass dann auch mitzukriegen. Das Metro-Netz ist besser ausgebaut als z.B. in Rio – was es São Pauloum einiges einfacher macht schnell und zuverlässig irgendwo hin zu kommen. Wer schon mal in lateinamerikanischen Großstädten unterwegs war, weiß wovon ich spreche: überfüllte Busse, überfüllte Straßen, Verkehrschaos, stundenlanges im Stau stehen, Bushaltestellen an denen nicht steht wohin die Busse fahren, geschweige denn welche oder wann. Viele Viertel der Stadt sind übersät mit Graffitis. Es gibt gute Tattoowierer (juhu!). Wer Einkaufen möchte, findet diverse Gallerien mit Ständen von Leuten, die Klamotten selber schneidern und bedrucken. Musikalisch findet sich auch alles, wobei ich mich persönlich am meisten darüber freue, dass ständig Konzerte (außerhalb der in Brasilien sonst typischen Genres) stattfinden. Kurz gesagt: es gibt einfach alles was ich brauche um mich wohl zu fühlen. Doch zurück zum Essen, denn meine Liebeserklärung an São Paulo könnte ich noch um einiges weiter ausführen…

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