Taquitos

Ahoi! Das heutige Rezept habe ich euch aus meinem letzten Urlaub mitgebracht. Als vegane Taquito-Version mit Bohnen und Kartoffeln landete die Speise bei mir das erste Mal im Süden Mexikos auf dem Teller. Sofort war ich von den kleinen frittierten Tortilla-Röllchen begeistert. Wieder Zuhause machte ich mich entsprechend an eigene Versionen des Gerichts. Meine dabei entstandene Lieblingsvariante der Speise möchte ich heute mit euch teilen.

Der Titel “Taquitos” ist übrigens eigentlich nur halb korrekt und hätte ebenso “Flautas” lauten können. Bei beiden Gerichten handelt es sich um dünne, eingerollte, gefüllte und frittierte Tortillas. Der Unterschied zwischen den beiden Speisen liegt alleine bei letzteren. Sind die Tortillas aus Maismehl, handelt es sich bei dem Gericht um sogenannte “Flautas” (was auf deutsch übrigens “Flöten” heißt), während aus Tortillas aus Weizenmehl “Taquitos” entstehen. Ich verwende für dieses Rezept jedoch häufig fertige Tortillas, welche eine Mischung aus Mais- und Weizenmehl beinhalten. Wie ihr euch denken könnt, funktioniert dies ebenso wunderbar, jedoch ist mir für diese Variante kein eigener Name bekannt. Korrekter Name hin oder her: Die Dinger sind unglaublich gut und ich könnte sie jeden Tag verspeisen!

Soja- Hoinsin- Filets mit Spargel & Black Rice Ramen

WERBUNG (Kooperation mit Boutique Vegan) // Spargel muss nicht immer auf den altbekannten Gerichten landen. Zum Start der Spargelsaison gab es ihn bei mir daher auf schwarzen Reis Ramen, dazu Soja- Filets, abgelöscht mit Hoisin- Sauce. Eine überaus köstliche Kombination. Abgesehen von der Freude über den Start der Spargel- Saison, war ich vor allem begeistert von der Textur der für dieses Rezept verwendeten Soja- Filets von miigan. Die Filets waren nach der Zubereitung fester als ähnliche Produkte aus texturiertem Soja, was mir persönlich ziemlich gut gefiel. Woran das liegt ist schnell erklärt: miigan verwendet für die Herstellung seiner verschiedenen Trocken-Soja-Produkte reines Sojaprotein, während die meisten anderen Firmen dieses Produkt durch die Verarbeitung von Sojamehl gewinnnen. Diese Basis – Sojaprotein oder Sojamehl – wirkt sich nicht nur auf die Konsistenz aus, sondern ebenso auf den späteren Proteingehalt des Produkts. Bezüglich des Proteingehalts liegen die aus reinem Sojaprotein gewonnenen Produkte mit 66 – 70 % Protein übrigens recht weit vor den Produkten, die aus reinem Sojamehl gewonnen werden (diese enthalte im Schnitt ca. 40% Protein, ebenso wie das Mehl). Sicherlich ein interessanter Aspekt für SportlerInnen und jene unter euch, die Wert auf eine proteinreiche Nahrung legen.

Ziemlich spannend, vor allem für Soja-AllergikerInnen, ist übrigens auch noch ein anderes Produkt aus dem Sortiment des Herstellers: Erbsenprotein. Dieses gibt es (im Gegensatz zum Sojaprotein) jedoch erst in einer Variante: als Erbsenhack. Dieses wollte ich eigentlich für meine Rezept-Entwicklung nutzen, allerdings waren die Filets mit dem Spargel und den schwarzen Ramen so lecker, dass in diesem Moment alle meine Rezeptpläne über Board geworfen habe und unbedingt dieses Rezept hier mit euch teilen wollte. Falls es euch interessiert: Das Hack auf Erbsenproteinbasis kann trotzdem problemlos mit der Version aus Sojaprotein mithalten.

Die Produkte für dieses Rezept (miigan sowie die schwarzen Ramen) wurden mir von dem veganen Online- Shop boutiquevegan gestellt.

Knusprige Avocado- Sticks

“Avocado sollte man nicht erhitzen” – schallt es überall durch das Internet. Eine mindestens genauso alte Weisheit wie das Internet ist allerdings auch: Du solltest nicht immer auf das Internet hören. Das bewies mir vor kurzem auch ein Restaurant in Mexiko, in welchem ich Avocado im Teigmantel auf der Karte erspähte. Den restlichen Urlaub habe ich dann unter anderem mit sehr vielen Gedanken an knusprig ummantelte Avocados verschwendet. Entsprechend schnell stand ich gestern mit Jetlag in der Küche und habe mich an die Rezeptentwicklung gemacht. Nachdem das Rezept gestern mit einer anderen Panade aus Maismehl und Semmelbröseln zwar lecker, aber noch nicht perfekt war, habe ich mich heute morgen direkt noch einmal in die Küche gestellt und die gestrige Version leicht verändert. Das Ergebnis in Form von überaus leckeren knusprigen Avocado-Sticks mit scharfem Hummus-Tomaten-Dip findet ihr nun hier und ich hoffe, dass es euch ebenso gut gefällt wie mir.

Herbstliche Soja- Fettuccine mit Hokkaido & Nuss

WERBUNG (Kooperation mit delysoy) // Das Beste am Herbst? Na klar, es ist Kürbiszeit! Deshalb habe ich heute auch ein passendes Gericht mit meiner Lieblings-Herbstzutat für euch. In diesem kommt der Kürbis kräutrig daher, mit hübschen Fettuccine aus grünen Sojabohnen, Cherrytomaten, Nüssen, weiteren Kräutern, Spinat und einem Hauch Schärfe. Dank schneller Garzeit der Zutaten ist das Gericht fix zubereitet und genau das Richtige nach einem langen Tag, an welchem man etwas fantastisches Essen, aber nicht stundenlang in der Küche stehen mag. Und noch besser: die Reste schmecken auch kalt und lassen sich als Nudelsalat wunderbar am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Über Knoblauchgeruch und Futterneid müssen die lieben KollegInnen dann leider hinwegkommen.

Aufgrund der verwendeten Soja Nuden ist das Gericht glutenfrei und vor allem auch eine gute Proteinquelle. Nachdem ich mich durch einige Sorten an glutenfreien Nudeln getestet habe und von einigen Produkten nicht so begeistert war, habe ich mich mittlerweile, nach ein paar weiteren Tests, wirklich gut mit einigen der glutenfreien Kollegen angefreundet und verwende diese gerne, um etwas Abwechslung auf den Nudel-Teller zu bringen. Die in diesem Rezept verwendeten Fettuccine habe ich von der Firma delysoy zum Testen erhalten, welche auch noch andere Sorten Soja Nudeln (Spagetthi sowie Fettuccine) auf hellen, grünen sowie schwarzen Sojabohnen herstellen. Ich selbst mochte die bisher getesteten Sorten der Firma gerne, da sie optisch eine Menge hermachen und mir auch von Konsistenz und Geschmack gefallen haben. Daher findet ihr sie nun auch in diesem Rezept.

Erdnuss- Schoko- Kekse

Ungefähr einmal im Jahr habe ich eine Keks-Phase welche ein paar Wochen anhält und eigentlich nie auf die Weihnachtszeit fällt. Meist backe ich in dieser Zeit immer und immer wieder das Gleiche – bis mein Keks-Bedürfnis gestillt ist und wieder verschwindet. Aktuell ist es mal wieder so weit und ich backe des Öfteren diese Erdnuss-Schoko-Kekse, welche ich nach diversen eigennützigen Tests zur Suchtbewältigung heute mich euch teilen möchte.

Churros

Churros – Das ist so ein richtig schlimmer Fernweh-Snack. Schlimm, weil ich schon bei dem Gedanken an die frittierte Köstlichkeit am liebsten meinen Rucksack packen und in die nächste S-Bahn zum Flughafen hüpfen würde. Das Ziel? Irgendein Churroland! Churros lieben, so wie ich, nämlich wärmere Gefilde und trauen sich nur selten in den grauen Norden. Mit einem Blick auf den aktuellen Hamburger Herbst, ach nein, Sommer, kann ich ihnen das irgendwie auch nicht übel nehmen.

Die Speise kommt ursprünglich aus Spanien, wo man sie in vielen Cafés findet. Dort wird sie zum Frühstück oder am Nachmittag mit einer Tasse heißer Schokolade serviert. Das erste Mal begegnet sind Churros mir jedoch in Lateinamerika, wo sie in einigen Ländern ebenfalls sehr beliebt und weit verbreitet sind. Hier habe ich sie meist an kleinen Ständen gesehen – als typisches Streetfood, welches man in Papiertütchen oder Serviette “verpackt” noch warm in die Hand bekommt und dann direkt verspeist. Frisch schmecken sie ohnehin am allerbesten.

Die Churros sind meist länglich, kommen manchmal jedoch auch in Tropfenform daher. Meist werden sie einfach nur mit Zucker serviert. Manche sind mit Schokolade ummantelt, andere wiederum etwas größer und gefüllt. Der Teig an sich ist in der Regel vegan, jedoch existieren auch ein paar wenige unvegane Versionen (individuelle oder regionale Varianten mit Milch in Teig, Füllung bzw. Schokolade). Fragt sicherheitshalber also noch einmal nach bevor ihr euch im nächsten Urlaub eine große Portion genehmigt.

Auch wenn das beste Argument für meine liebsten Churros natürlich “frittiert und mit Schokolade” lautet (die am weitesten verbreitete Version ist allerdings nur mit Zucker), liebe ich Churros noch aus einem weiteren Grund: für den Teig werden nur Mehl, Margarine (geht auch ohne), Wasser und eine Prise Salz benötigt, später dann noch Öl zum Frittieren und zuletzt eben noch Schokolade oder einfach etwas Zucker. Zumindest die Produktbasics für die Variante mit Zucker dürfte wohl jede/r fast immer in der Küche stehen haben, selbst wenn der Vorrat gerade eigentlich nicht mehr so viel hergibt.

Wan Tans mit Waldpilzen & Macadamia- Rote Bete- Creme

Kleine Wan-Tan-Taschen sind auch außerhalb von Suppen eine schmackhafte Angelegenheit und machen sich dabei zum Beispiel super als sommerliche Speise zusammen mit einem leckeren Dip, einem bunten Salat, Wasabi, Sojasauce, Hoisin-Sauce & co. Meine liebste Variante ist zur Zeit eine Pilzmischung (je nachdem was der Supermarkt gerade hergibt, verwende ich hierfür entweder frische Pilze oder auch eine Waldpilzmischung aus der Tiefkühltheke), gerne auch noch mit etwas zusätzlichem Räuchertofu oder auch Sojagranulat. Für euch gibt es jedoch heute die sojafreie Füllung.

Veganen Wan-Tan-Teig findet ihr übrigens in asiatischen Supermärkten in der Tiefkühltheke (klein und rund oder klein und eckig). Achtet jedoch auf die Zutaten, da der Teig nicht zwangsweise vegan ist – ich hatte jedenfalls verschiedene Packungen in der Hand bis ich eine ohne Ei und ausschließlich mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen gefunden habe (geht, wenn möglich also lieber in einen größeren Supermarkt um überhaupt entsprechende Auswahl zu haben). Wenn ihr den Teig dann erst einmal habt, ist die Speise zumindest für eine Person sehr fix zubereitet. Beachtet bei der Essensplanung jedoch, dass die Teigtaschen nicht sehr satt machen (mit einer Füllmenge von ca. 1-2 leicht gehäuften TL handelt es sich bei den Teigtaschen quasi eher um große Ravioli!) und die abgebildete Speise mit sechs Wan-Tans und kleinem Salat eher ein gesunder Snack bzw. für den kleinen Hunger ist und ihr die Menge für eine “normale” Mahlzeit erhöhen solltet oder einen größeren Salat servieren.

Den Dip den es bei mir dazu gab (auf Macadamia-Basis mit Roter Bete) könnt ihr auch wunderbar anderweitig verwenden und z.B. etwas dünnflüssiger als Salat-Dressing, oder auch für Sandwiches, Wraps bzw. einfach nur als Aufstrich nutzen.

Kastanien- Seitan

WERBUNG aufgrund von Produktlink. // Wer Seitan selbst herstellt kennt das vielleicht: dieser wird gerne mal “gummiartig” und das kann auch nicht so lecker sein. Generell gilt: den Teig richtig gut durchkneten hilft. Allerdings könnt ihr auch mit anderen Zutaten abhilfe schaffen, zum Beispiel indem ihr einen kleinen Teil Kastanienmehl hinzugebt. So erhaltet ihr am Ende eine viel zartere Konsistenz. Schonmal ausprobiert? Was sind eure liebsten Tricks für ein tolles Seitan-Ergebnis?

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