Crepes mit Blaubeer- Nicecream

Kein Eis, kein Sorbet, nein, Nicecream. So bezeichnet zumindest das Internet fruchtige und meist rohe Eiscreme-Varianten, welche im Mixer selbstgemacht sind und meist auf einer gefrorenen Banane plus beliebigen weiteren Zutaten (Früchten, Nüssen, Mus, Erdnussbutter usw.) basieren. Letztlich benötigt ihr jedoch auch keine Banane, sondern einfach nur einen Mixer mit ordentlich Power und eine Handvoll weiterer Zutaten – irgendeine gefrorene Frucht sollte jedoch dabei sein. Für das heutige Rezept habe ich Blaubeeren verwendet (in anderen Regionen wohl eher Heidelbeeren genannt).
Anders als andere, meist industriell verarbeitete und stark gezuckerte Eissorten, bietet die Nicecream entsprechend eine ganze Menge mehr Vitamine und Antioxidantien statt Zucker. Ein guter Deal, zumal sie genauso lecker schmeckt. Und auch wenn ich mich mit dem Namen persönlich nicht wirklich anfreunden kann, findet mein Körper diese Tatsache sicherlich nice und freut sich über Nährstoffe im Kampf gegen meine beginnende Erkältung. Diese wird ansonsten übrigens auch mit selbstgemachten Hausmittelchen bekämpft, da Tabletten nur in den Fällen in meinem Körper landen, wenn es wirklich nicht anders geht. Ansonsten helfen bestimmt auch eine heiße Zitrone und ganz viel Blaubeer-Nicecream… Natürlich solltet ihr dieses Rezept auch ohne nahende Erkältung testen, am besten mit etwas zusätzlicher “gesunder” (hust hust) Soja-Sahne, hauchdünnen warmen Crepes und gerösteten Nüsschen.

Knusprige Avocado- Sticks

“Avocado sollte man nicht erhitzen” – schallt es überall durch das Internet. Eine mindestens genauso alte Weisheit wie das Internet ist allerdings auch: Du solltest nicht immer auf das Internet hören. Das bewies mir vor kurzem auch ein Restaurant in Mexiko, in welchem ich Avocado im Teigmantel auf der Karte erspähte. Den restlichen Urlaub habe ich dann unter anderem mit sehr vielen Gedanken an knusprig ummantelte Avocados verschwendet. Entsprechend schnell stand ich gestern mit Jetlag in der Küche und habe mich an die Rezeptentwicklung gemacht. Nachdem das Rezept gestern mit einer anderen Panade aus Maismehl und Semmelbröseln zwar lecker, aber noch nicht perfekt war, habe ich mich heute morgen direkt noch einmal in die Küche gestellt und die gestrige Version leicht verändert. Das Ergebnis in Form von überaus leckeren knusprigen Avocado-Sticks mit scharfem Hummus-Tomaten-Dip findet ihr nun hier und ich hoffe, dass es euch ebenso gut gefällt wie mir.

Kreativ Kochen mit wenigen Zutaten

Beschränkte Einkaufsmöglichkeiten und eine kleine Küchenausrüstung bringen natürlich viele Herausforderungen mit sich: Nicht vorhandene Backöfen, maximal ein bis zwei Herdplatten bzw. Garstellen oder kaum vorhandenen Helferlein in der Küche sind nur einige der Hindernisse, die sich einer ausgewogenen Ernährung und raffinierten Küche gerne mal in den Weg stellen. Einigen von euch dürfte dies aus der (ersten) eigenen Wohnung bekannt vorkommen, Rezeptentwicklung: Campingkocher-Brötchenwährend andere in der heimischen Küche zwar super ausgestattet sind, sich dafür aber sicherlich noch umso besser an den letzten Urlaub erinnern: Strand und Natur waren zwar einfach zauberhaft, das vegane Angebot der Restaurants der Region dafür jedoch umso geringer oder schlichtweg nicht vorhanden. So sind nicht nur in der kleinen und schlecht ausgestatteten Stundentenküche oder mit einem geringen monatlichen Essensbudget ein paar Kniffe und Kreativität gefragt und insbesondere auf Reisen wird es als VeganerIn fernab vom Touristentroubel gut besuchter Orte oder Großstädte schnell komplizierter. Doch deshalb gleich den Kochlöffel werfen, nicht selbst kochen oder backen oder immer nur das gleiche Essen? I don’t think so…

Koch- Abenteuer und ein neues Projekt

Ahoi ihr Lieben!

Ein paar von euch haben es schon mitbekommen: ich befinde mich zur Zeit irgendwo on the road in Belize, Guatemala oder Mexiko zwischen Dschungel-Dörfern, karibischen Trauminseln, Lagunen und BergregioneUnser Zuhause an der Laguna Bacalarn. Meine zweimonatige Reise verbinde ich dieses Mal nicht nur damit, diese wunderschönen Regionen zu erkunden, sondern arbeite währenddessen an einem Projekt, welches meine beiden großen Leidenschaften – das Backpacken und Kochen – verbinden.

Ich freue mich daher enorm, euch heute verraten zu können, dass ihr 2017 ein neues Buch von mir erwarten könnt, welches unter dem Titel Outdoor Cooking im Ventil Verlag erscheint. Zusammen mit meinem Freund Olli, welcher sich beruflich bedingt oft für Monate unterwegs ernährt und ebenfalls viele tolle Kniffe und Tricks für die Reiseküche parat hat, arbeite ich daher momentan an Rezepten, welche sich mit einfachster Ausstattung unterwegs zubereiten lassen. Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, dass es auch auf Reisen mit etwas Vorbereitung möglich ist kreativ vegan zu kochen. Die durch viele monatelange Backpacking-Trips und Lateinamerika-Reisen inspirierten Rezepte reichen karibischem Kochbananen-Curry über fruchtig-scharfe Chipotle-Ananas-Burger und mexikanischem Pozole-Eintopf bis hin zu Süßspeisen und Gebäck, wie z.B. in Orangenschale gebackenem Monkey Bread und köstlichen frittierten Kokosmilchbrötchen. So dürften nicht nur die Outdoor-Fans und Backpacker, sondern auch Schlemmermäuler unter euch auf ihre Kosten kommen.

PonyHuetchen: Aluminiumfreie Deos und vegane Naturkosmetik

WEBRUNG (Kooperation mit PonyHütchen) // Statt veganem Essen geht es heute mal um ein anderes Thema, denn schließlich macht eine vegane Lebensweise nicht am Tellerrand halt. Im heutigen Artikel geht es daher um vegane Naturkosmetik, Hautprobleme und die ewige Suche nach einem aluminiumfreien Deo. Eine Lösung mit der meine Haut rundum zufrieden ist habe ich bei PonyHütchen entdeckt. Dazu weiter unten mehr. Im Artikel findet ihr übrigens auch eine Verlosung in Kooperation mit PonyHütchen.

Datteln im Tempeh- Mantel

“Bacon had a mom.” So gehören auch Datteln definitiv in keinen Speckmantel. Schon alleine aus dem einfachen Grund, dass aus keinem Lebewesen Speckmäntel hergestellt werden sollten. Deftig und zusammen mit rauchigem Aroma sind getrocknete Datteln jedoch trotzdem wunderbar. Allerdings geht das natürlich auch ganz wunderbar als tierleidfreie Variante, welche ich heute mit euch teilen möchte.

Hagebutten Marmelade

Eigentlich wollte ich euch heute mal eine idyllische Geschichte über Hagebutten und Beeren sammeln mit Freunden schreiben. Ihr wisst schon: diese Art kitschige Geschichte mit einem kleinen plätschernden Bach der sich durch das norddeutsche platte Land schlängelt. Der durch die Bäume rauschende Wind kündigt mit einem Rascheln den Herbst an, während die Blätter sich noch tapfer an ihren Bäumen und Büschen halten. Die letzten wirklich warmen Sonnenstrahlen scheinen dir ins Gesicht, als du dich nach einem Ast ausstreckst um ein paar weitere Hagebutten zu ernten. Währendessen tollen links neben dir ein paar Eichhörnchen, rechts ein paar Rentner… so ungefähr war das heute nämlich.

Vermutlich hätte ich euch mehr davon erzählt, wäre mir danach nicht mal wieder eine skurile EU-Vorschrift zum Thema Essen aufgefallen, die mich mal wieder verwundert eine Augenbraue hochziehen und irritiert auf meinen Rechner gucken ließ. Es ist nämlich so: ich benutze gerne das Wort Marmelade, wie z.B. auch für diesen Rezepttitel. Omma hätte gesagt: “Recht haste, Kind! Ohne Stückchen ists ‘ne Marmelade und mit Stückchen ‘ne Konfitüre.” Hach, die guten alten Zeiten in denen Gurken noch krumm sein und Omma einfach Marmelade so eingekochtem Fruchtzeug ohne Stückchen sagen durfte. Die EU findet jedoch, dass meine Oma lügt, alles völlig falsch definiert war und ich auf gar keinen Fall Marmelade zu diesem Hagebutten…zeug sagen sollte. Ein bisschen krumme Gurken hingegen wurden großzügigerweise irgendwann doch wieder erlaubt, als irgendein Bürokrat feststellte, dass eine Krümmung von zehn Millimetern auf zehn Zentimeter Länge überraschenderweise doch nicht zu einer tödlichen Dosis Gurke führen. Verrückt. Bei der Marmelade ist das jedoch nicht so einfach. Hierbei handelt es sich laut EU nämlich nur um Aufstriche aus Zitrusfrüchten. Liebe EU, hier haben wir ganz offensichtlich schon das zweite Problem: Aufstriche aus Zitrusfrüchten sind ungefähr das Schlimmste was ich mir auf meinem Brot am Morgen (und mittags, nachmittags, abends, nachts oder zwischendurch) vorstellen kann. Dieses eingekochte bittere Orangenzeug zum Beispiel braucht meiner Meinung nach nämlich keinen eigenen Namen, sondern maximal einen Mülleimer oder zumindest ein großes glitzerndes Warnschild auf dem “Vorsicht, widerlich! Auf keinen Fall essen!” vermerkt ist. Doch den Zitrusmarmeladen-Hass beiseite und weiter auf die Suche danach wie ich dieses Rezept wohl nenne dürfte: Gelee habe ich jedenfalls auch keins gemacht, das wäre nämlich nur auf Basis von Saft. Das Wort Konfitüre kann ich als ewige Mathenull letztlich auch nicht ernsthaft verwenden: denn wenn ich Konfitüre korrekt nutzen möchte, müsste ich erst einmal ausrechnen, ob die “lösliche Trockenmasse” im Endprodukt mindestens 60% beträgt (hierzu gehört auch Zucker) und der allgemeine Fruchtgehalt bei mindestens 350 auf 1000g liegt. Dieses Verhältnis ist bei Konfitüre extra nocheinmal anders. Das “extra” sind hier übrigens 100g Frucht (auf 1000g) mehr. Der jeweils in den Kofitüren erlaubte Gehalt von Ingwer ist übrigens auch verschieden. Puh! Die Rechnerei ist mir jedenfalls zu anstrengend, wobei mir hier mal wieder auffällt: die wichtigen Beispiele aus dem echten Leben haben mir meine Mathelehrer immer unterschlagen. Für Frucht- oder Ingwergehalt hätte ich mich damals schon mehr interessiert als für Zahlen. Doch zurück zu den Alternativen: Darf ich es vielleicht Creme nennen? Ach halt, nein, auch nicht! In dem Fall hätte ich Stärke zum Binden verwenden müssen. Übrig bleibt letztlich nur das Wort Fruchtaufstrich, welches ich laut EU korrekterweise benutzen sollte. War doch ganz leicht! Nur, dass ich persönlich beim Lesen des schwammigen Worts Fruchtaufstrich nicht an eingekochte Früchte denke, sondern irgendwie einfach nur an etwas fruchtiges, cremiges, was ich auf mein Brot streichen kann, was weder Kompott oder irgendwas von den bereits aufgezählten Dingen ist…

Die heutige Einleitung schließe ich daher etwas verwirrt und ganz ohne fröhlich um mich herum spielende Eichhörnchen auf herbstlichen Wiesen. Bleibt nur zu sagen: Ey EU, du bist scheisskompliziert. Ich sage und schreibe einfach weiter Marmelade.

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