Bloggers Kitchen 1

Bloggers KitchenWERBUNG

Im letzten Monat bin ich -mal wieder- umgezogen. Nach 10 Jahren in WGs habe ich mich extrem auf eine kleine Bude für mich alleine gefreut. Endlich mal eine Wohnung und vor allem Küche für mich ganz alleine einrichten und ein Kühlschrank in dem genug Platz ist um sich in der neuen Küche auch wieder mehr auszutoben. Der mangelnde Platz in WG-Kühlschränken führte meist nämlich auch zu täglichen Einkäufen, ließ kaum Platz mal etwas für die nächsten Tage auf Vorrat zu kochen oder auch ein paar Getränke kalt zu stellen. Außerdem habe ich mich sehr darauf gefreut etwas mehr Platz zu haben um endlich mal ein paar neue Kräuter und Gemüsesorten zu pflanzen. Einen großen Vorteil hat so eine Wohnung im Erdgeschoss dann nämlich doch, auch wenn bzw. da Hamburger Hinterhöfe wohl meist nicht zu den schönsten der Welt zählen (eine maßlose Untertreibung): kann ja eigentlich nur schöner werden. Dementsprechend stören sich die lieben Nachbarn auch nicht an der komischen neuen Mieterin, die statt dekorativer Blumen nur essbares vor dem Fenster stehen hat. Wunderbar.

Etwas später war es so weit und ich durfte endlich Heimwerker-Königin im neuen „Schloss“ spielen. Im Zuge dessen entstand dann auch die Idee zu dieser Serie, der Bloggers Kitchen. Unter diesem Titel möchte ich in Zukunft einige Themen mit dir teilen, die mir gerade wichtig sind und über die ich schon länger mal etwas schreiben wollte: Vorratshaltung, meine „Küchenlieblinge“ – nützliche, schöne, als auch nachhaltige und leckere Dinge-, getestete Küchengeräte sowie DIY Ideen für die eigene Küche, als auch für den Gemüse- und Kräutergarten. Denn auch Gemüseanbau auf kleinem Raum und meine Urban Gardening Experimente in Töpfen, Kübeln und Blumenkästen soll ein Thema dieser Serie werden.

Los geht es heute mit der Vorratshaltung, denn ohne die richtigen Zutaten, Übersicht und Planung in der Küche ist Kochen nur halb so schön. Wer kennt das nicht: irgendwo in der hintersten Ecke des Schranks versteckt sich noch eine halbe Packung Reis oder Nudeln, das Gefrierfach ist vollgestopft, im Regal stapelt sich unübersichtlich eine Zutat auf die nächste – aber leider genau die, die man braucht und die eiiigentlich auch immer da ist nicht mehr…also schnell zum Supermarkt. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche. Aber mal ehrlich: so richtig Spaß macht das nicht, oder? Wenn es bei euch gerade auch so aussieht, verschafft euch am besten erst einmal einen Überblick und sortiert eure Zutaten – am besten so, dass ihr auch ohne viel Räumerei direkt seht, was gerade vorhanden ist. (Plant doppelte Zutaten in den nächsten Tagen in euer Essen ein!)

Ich habe mich daher in meiner neuen Küche dafür entschieden, zwei der drei alten Küchenoberschränke raus zu reißen und durch Regalbretter zu ersetzen. Dies hatte für mich auch noch andere Gründe: Meine Küche ist durch ihre lange, schlauchige Form nicht sonderlich hell. Die zusätzlichen beiden riesigen Oberschränke wären zwar als Stauraum toll gewesen, haben aber gleichzeitig auch wahnsinnig viel Licht geschluckt und die Küche optisch enorm verkleinert. Daher habe ich nur einen (der, der am weitesten vom Fenster weg war) an der Wand gelassen, welchen ich jedoch hauptsächlich für Geschirr nutze. Zwei Fächer sind zudem für doppelte Zutaten bzw. größere Packungen die gerade nicht bzw. nicht komplett auf die Wandregale passen (z.B. größere Packungen Gluten oder Soja-Granulat. Meist habe ich von diesen Zutaten jedoch eine in ein Glas abgefüllte Portion in einem meiner Küchenregale und nutze die Packungen dann zum Nachfüllen). Wichtiger als etwas mehr Helligkeit im Raum war mir jedoch, dass ich meine Zutaten auf den Regalbrettern immer im Blick habe. Mit der richtigen Sortierung -dazu gleich mehr- kommt man beim Kochen schnell an alle Zutaten und sieht auch bei der Einkaufsplanung auf den ersten Blick was fehlt (oder viel vorhanden ist). Zudem wandern Zutaten, welche man selten nutzt, so nicht im Schrank ganz nach hinten und geraten in Vergessenheit. Mir persönlich hilft dies, Produktreste (z.B. von Produkten welche ich nur für ein bestimmtes Rezept testen wollte oder auch einfach nicht so toll fand) schneller aufzubrauchen statt einfach weitere Dinge in den Schrank zu stopfen.

Zutaten in Gläsern: Knoblauch, Lohrbeer, getrocknete Chipotle Chillis, getrocknete Tomaten, Lavendel, Muskatnüse, heller und dunkler SesamDer Übersicht halber bewahre ich die meisten meiner Zutaten in Gläsern auf (großteils alte Gemüse-, Aufstrich- etc. Gläser sowie ein paar gekaufte). Das sieht nicht nur besser aus als halb zusammengeknüllte Mehltüten & co., sondern lässt sich natürlich auch besser stapeln und man sieht sofort, wie viel Mehl, Zucker, Hefeflocken usw. noch da sind. Zusätzlich habe ich meine Gläser mit Tafelfolie Zutaten in Gläsern mit Tafelfolie beklebt und beschriftet (zumindest die verschiedenen Mehle, Sachen die auf Distanz ähnlich aussehen oder auf einem Regalbrett weit oben stehen). Natürlich könnt ihr hierfür auch einfach Etiketten oder Zettel aufkleben, wobei diese von Küchenfett & co. oft schnell nicht mehr hübsch aussehen und meist nicht wasserfest sind. Kreide und Tafelstift verschwischen zwar ebenso schnell wenn man mal an die falsche Stelle tatscht (was sich ja theoretisch auch vermeiden lässt), dafür lassen sich die Gläser jedoch auch easy neu beschriften/abwischen ohne gleich das ganze Etikett zu tauschen. Außerdem habe ich noch eine dünne Holzplatte mit Tafelfolie beklebt und in der Küche aufgehängt um direkt notieren zu können was gerade fehlt. Natürlich könnt ihr die Folie auch direkt auf eine Wand, euren Küchenschrank, den Kühlschrank oder ähnliches kleben (die Folie lässt sich gut wieder entfernen) oder einfach eine kleine Tafel oder Whiteboard kaufen. Ich bin allerdings Fan der selbstgemachten Variante und nutze die Tafelfolie z.B. auch gerne um meine Kräuter-/Anzuchttöpfe zu beschriften.

Doch zurück zur Küche: zwei der insgesamt fünf Wandregale (einzelne Bretter) hängen direkt über dem Herd, welcher in einer kleinen Nische steht, die restlichen drei über der Arbeitsplatte/Spüle. Damit es bei der Essenszubereitung schneller geht, stehen auf jedem Brett bestimmte Zutaten, die thematisch irgendwie zusammen gehören:

– Regal 1  & 2 (über dem Herd): Hier finden sich alle Flaschen (Öle, Essige, Sojasauce usw.) und jene Zutaten, welche ich ausschließlich (oder überwiegend) für die warme Küche nutze und direkt am Herd benötige (Reis, Nudeln, Soja, Bohnen, Gemüsebrühe & co).

– Regal 3: GewürzeÖle kann ich einfach nicht genug bekommen: meine aktuelle Auswahl

– Regal 4: Trockenfrüchte, Nüsse, Samen usw.

– Regal 5: Mehle, Zucker/andere Süßstoffe, Backzutaten

Ein paar weitere Backzutaten habe ich in Tupperdosen sortiert in einer zusätzlichen Schublade: Backpulver, Hefe, Vanille usw. – eben alles, was in kleinen Tütchen etc. daher kommt. Tee und Kaffee stehen ebenfalls nicht auf den Regalbrettern sondern in der Nähe des Wasserkochers. Auch das erspart mir persönlich einige Wege am Tag. Das Regal 4 ist zudem in Greifweite vom Mixer, da diese Zutaten auch öfter mal in meinem Smoothie landen.

Welche Grundausstattung ihr an Zutaten zu Hause habt kommt natürlich ganz auf eure Kochvorlieben an. Da ich selbst nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem auch gerne spontan, koche oder backe, habe ich immer eine gute Grundausstattung haltbarer Produkte zu Hause. Natürlich variiert diese nach Lust und Laune, wobei sich eigentlich immer die folgenden Zutaten bei mir finden:

– Öle: ein gutes Olivenöl und ein günstiges Bratöl (Raps- oder Soja) sind die absoluten Basics. Da ich (gute) Öle jedoch liebe habe meist noch einige weitere rumstehen (für Salate, asiatische Speisen & co.), darunter sind oft: Sesam, Mohn, Kokos, Kürbis, Erdnuss- und andere Nussöle.

– Essig: Balsamico, heller Essig (z.B. Apfel), roter Essig (z.B. Himbeer), manchmal Reisessig (auch in dieser Prioritätenreihenfolge)

– weitere Saucen & co.: Sojasauce(n), Liquid Smoke, Tahin, Sojasahne

– Für die warme Küche – Hülstenfrüchte, Reis, Nudeln & co.: Nudeln/Spaghetti, Reis (meist Wildreis + Basmatireis), CousCous, Quinoa, Linsen (bevorzugt rot und grün), Bohnen (bevorzugt schwarze, Kidney- oder bunte Bohnen), Gemüsebrühe, dunkle sowie helle Grundsauce, Hefeflocken, Trockensoja

– Gewürze & co.: verschiedene Salze und Pfeffer-Sorten, süßes/scharfes Parpikapulver sowie smoked Paprika, Chilipulver/Chiliflocken, getrockene Chili (am liebsten Chipotle), getrocknete Kräuter (meist nur ein paar Basics, Kräutermischung Provence z.B. – die meisten Kräuter nutze ich lieber frisch und züchte sie mir selbst), verschiedene Currypulver Ein kleiner Teil der Gewürzeund Garam Masala, Muskatnüsse, Lorbeer, Zimt, Kurkuma, Kreuzkümmel, frischer Knoblauch, getrocknete Tomaten & ein paar Gewürzmischungen (z.B. Gyros, Barbecue) sind definitiv Dauergäste in meiner Küche.

– Mehle, Backzutaten & co.: verschiedene Mehlsorten (eigentlich immer da: Weizen, Soja, Mais, Dinkel; ebenfalls gern gesehen: Kastanie, Kichererbse), Semmelbrösel, Kakaopulver, Natron, Backpulver, Hefe, Speisestärke, Bourbon Vanillepulver (oder frische Vanille), Sojaschlagsahne (manchmal), Grieß, Haferflocken, Knusper Müsli oder Cornflakes, Gluten, Kouvertüre & Sahne

– Zucker & andere Süßstoffe: Rohrzucker, Puderzucker, Kokosblütenzucker, weißer Zucker, Ahornsirup und/oder Agavendicksaft

– Trockenfrüchte, Nüsse, Samen etc.: Leinsamen, Chiasamen, Sesam, Cashews, Mandeln oder Macadamia, getrocknete Datteln, Beerenmischung + Rosinen – sind eigentlich immer da. Dieses Regal ist jedoch gerne ziemlich überfüllt und es finden sich hier noch verschiedenste Toppings für Müslis, getrocknete Maulbeeren/ Ananas/ Goji-Beeren und ein paar Superfoodpülverchen.

So viel erst einmal zu den „Basics“ in meiner Küche. In einem der nächsten Artikel geht es dann nochmal etwas genauer um Zutaten die ich gerne verwende, aber auch solche, mit welchen ich zur Zeit rumexpirimentiere: unter anderem werden hier verschiedene Salze und andere Gewürze Thema sein, ich werde jedoch auch über meine Versuche mit Ingwer-Kefir-Kulturen berichten und euch einen Blick in meinen Kühlschrank werfen lassen. Im nächsten Teil der Serie geht es jedoch zunächst um schönes und praktisches in der Küche.

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Comments 1

  1. Bloggers Kitchen: Schoenes & praktisches | Vegan Guerilla
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    […] ersten Teil der Bloggers Kitchen habe ich euch bereits einen kurzen Blick in meine Küche und auf meine Vorratshaltung werfen […]

    16 August, 2016

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