Produktdatenbanken: Ist das vegan?

Da ich immer wieder Mails und Kommentare mit Nachfragen zu bestimmten Produkten erhalte, an dieser Stelle mal für alle ein kurzer Beitrag mit ein paar hilfreichen Links.

Klar, manchmal ist man sich einfach nicht 100% sicher ob ein Produkt vegan ist. Das dürfte vor allem alle aus denen noch keinen wandelnden Zusatzstofflistennachschlagewerke geworden sind betreffen. Und selbst die, die so gut wie alle unveganen Zusatzstoffe im Schlaf aufsagen können geraten hin und wieder ins Stocken, zum Beispiel wenn es um Fragen geht wie in etwa “Womit wurde dieser Wein oder Saft gefiltert?”, denn sowas wird erst gar nicht ausgezeichnet. (Wie so vieles. Leider!) Zum Glück gibt es mittlerweile eine Menge Produktdatenbanken, die eine ganze Menge an Produkten enthalten – in den meisten Fällen lässt sich die Nachfrage bei der Firma so sparen (und die Wartezeit auf eine Antwort verkürzen).

Review & Verlosung: Live and Let Live (DVDs)

Den Film Live and Let Live von Marc Pierschel wollte ich schon seit den ersten Kinovorführungen in Deutschland unbedingt sehen (er läuft im Übrigen auch noch in den nächsten Monaten in ein paar Städten, Termine siehe hier). Da ich vorübergehend in Brasilien lebe, war dies jedoch leider nicht möglich…bis ich vor ein paar Tagen dann doch die Chance hatte (im digitalen Zeitalter finden sich ja zum Glück auch andere Wege). Jedenfalls ist Live and Let Live mittlerweile auch auf DVD (mit Untertiteln in 13 Sprachen und einer Stunde extra Material) und als Stream/Download bie Vimeo erhältlich.

Film: Blackfish

WERBUNG // Stell dir vor, du verbringst dein komplettes Leben in einem kleinen Pool, obwohl du sonst in deiner natürlichen Umgebung tausende Kilometer zurück legen würdest. Du bist dort alleine oder mit Fremden eingesperrt, die weder Freunde noch Familie sind, und hast Probleme mit ihnen zu kommunizieren.

Dies ist das Schicksal von vielen Orcas, welche einen Großteil oder gar ihr komplettes Leben in Gefangenschaft verbringen und ihr trauriges Dasein in den kleinen Pools von SeaWorld (und ähnlichen Anlagen) fristen.

Verlosung: Melanie Joy- “Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kuehe anziehen”

Bisher kannte ich Melanie Joys “Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen” nur als Vortrag, habe jedoch nie ihr Buch gelesen, obwohl es die ganze Zeit auf der “unbedingt machen”-Liste stand. Vor ein paar Tagen bin ich dann doch mal dazu gekommen und habe es (mal abgesehen von einer Nacht Schlaf) erst wieder zur Seite gelegt als ich es komplett durchgelesen hatte.

Auf knapp 200 Seiten unternimmt Melanie den sehr gelungenen Versuch das System, welches sie Karnismus nennt, zu dekonstruieren. Kurzum: Wenn Veganismus (oder Vegetarismus) eine Ideologie ist, ist es ebenso eine Ideologie Tiere zu konsumieren. Sie beantwortet in ihrem Buch nicht nur warum viele von uns ein wunderbares Verhältnis zu einigen Tieren (wie Hunden, Katzen etc.) haben und diese vielleicht sogar als Familienmitglieder ansehen, sondern auch warum wir während dessen vermeintliche Nutztiere als Nahrung (oder Quelle für andere Dinge) ansehen und wie dieses Verhalten durch die Verinnerlichung des Karnismus, vorherrschende “Fleisch-Mythen” uvm. bei uns hervorgerufen wird.

Vegan on the Road: Sao Paulo Reloaded

Mit jedem Besuch bzw. jedem Tag mehr den ich in São Paulo verbringe wächst meine Begeisterung für diese Stadt an. Vor meinem São Pauloersten Besuch im Dezember hatten mir einige Leute noch gesagt, dass Rio de Janeiro nicht zu toppen und um längen toller als São Paulo sei. Dem muss ich mittlerweile widersprechen. Ohne Frage kann die Stadt nicht mit den Stränden (schließlich gibt es keine) und dem auch ansonsten optisch beeindruckenden und wunderschön gelegenen Rio mithalten und ist eigentlich auch sonst keine besonders schöne Stadt. Für mich hat sie jedoch weit mehr Charakter und Charme als die schickere “Carioca” Metropole ein paar Stunden weiter im Norden. (Versteht mich nicht falsch, Rio ist wirklich fantastisch!)

São PauloDas “Warum?” lässt sich nicht auf die Größe der Stadt herunterbrechen, denn 20 Millionen Einwohner und hunderte Hochhäuser sind auch für mich als Stadtkind nicht zwangsweise ein Plus. Allerdings macht die Größe natürlich auch, dass hier einfach alles zu finden ist. Die vegane Szene ist größer und aktiver als in anderen brasilianischen (und auch anderen lateinamerikanischen) Städten in denen ich bisher war. Deshalb ist es natürlich viel einfacher leckeres veganes Essens (oder andere vegane Produkte) zu finden. Im japanischen Viertel zum Beispiel finden sich vegane Lebensmittel von denen man sonst in Brasilien nur träumen kann. Ebenso gibt es ab und an Events mit Veganismus/Tierrechts-Bezug, wobei die Schwierigkeit natürlich darin besteht, dass dann auch mitzukriegen. Das Metro-Netz ist besser ausgebaut als z.B. in Rio – was es São Pauloum einiges einfacher macht schnell und zuverlässig irgendwo hin zu kommen. Wer schon mal in lateinamerikanischen Großstädten unterwegs war, weiß wovon ich spreche: überfüllte Busse, überfüllte Straßen, Verkehrschaos, stundenlanges im Stau stehen, Bushaltestellen an denen nicht steht wohin die Busse fahren, geschweige denn welche oder wann. Viele Viertel der Stadt sind übersät mit Graffitis. Es gibt gute Tattoowierer (juhu!). Wer Einkaufen möchte, findet diverse Gallerien mit Ständen von Leuten, die Klamotten selber schneidern und bedrucken. Musikalisch findet sich auch alles, wobei ich mich persönlich am meisten darüber freue, dass ständig Konzerte (außerhalb der in Brasilien sonst typischen Genres) stattfinden. Kurz gesagt: es gibt einfach alles was ich brauche um mich wohl zu fühlen. Doch zurück zum Essen, denn meine Liebeserklärung an São Paulo könnte ich noch um einiges weiter ausführen…

Vegan on the Road: Recife, Brasilien

Während der letzten Semesterferien war ich auch für ein paar Tage in Recife. Der Besuch liegt dementsprechend mittlerweile ein paar Wochen zurück – nur den passenden Blogeintrag dazu habe ich ganz vergessen zu schreiben. Trotzdem möchte ich an der Stelle noch ein paar Worte über das Essen verlieren, welches in der Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco gegessen habe.

Markt, Recife

Allgemein lässt sich sagen, dass es im Norden auf jeden Fall schwieriger war veganes Essen zu finden als in den Großstädten des Südens, mit etwas Recherche stellte sich jedoch heraus, dass Recife doch ein paar mehr Restaurants zu bieten hat, als die sonst von mir sehr hoch geschätzte Website Happy Cow ausspuckt. Die Sociedade Vegetariana Brasileira bietet eine längere Liste mit den vegan/vegetarischen Restaurants der Stadt, ebenso wie die Facebook Gruppe Vegetarianos e Veganos do Recife. Da ich nur kurz in der Stadt war und bei Freundinnen gewohnt (und oft auch dort gegessen habe), sind jedoch nur ein paar Mahlzeiten außerhalb von “zu Hause” auf meinem Teller gelandet…

Vegan on the Road: Fernando de Noronha, Brasilien

Fernando de Noronha ist eine Inselgruppe, etwas über 300km vor der Brasilianischen Nord-Ost-Küste gelegen. Die Hauptinsel ist etwa 17 km² groß und ein großer Teil der Inselgruppe gehört zum “Parque Nacional Marinho Fernando de Noronha”. Wäre die Insel nicht eine der schönsten auf denen ich jemals war (unter meine persönlichen Top 3 schaffen es ansonsten noch die Abrolhos, und San Blas Inseln, falls es jemanden interessiert), wäre sie was das vegane Essen betrifft jedenfalls keinen Eintrag wert.

Eigentlich sollte dieser Blogeintrag also heißen: Wie überlebe ich als Veganer*in am wunderschönen, weit vom brasilianischen Festland entfernten und überteuertem Arsch der Welt?

Close
2010 - 2022 Vegan Guerilla
Close