Walnuss- Körner- Brot

Leute, wisst ihr, was ich auf unserer Reise durch Südamerika in Sachen Essen nach etwa 11 Monaten am meisten vermisse? Ganz eindeutig Vollkornbrot! Wo immer man hinschaut: Die Panaderias (Bäckereien) haben stets nur Weißbrot, helle Brötchen und Süßkram im Angebot. Im Supermarkt sieht es ähnlich aus: Weißmehl soweit das Auge reicht! Zum Glück gibt es, zumindest in größeren Städten, Bio-Läden, welche viele Zutaten lose verkaufen. Darunter unter anderem Samen, Nüsse, Körner, Trockenfrüchte und zum Glück auch Vollkornmehl. 

Daher habe ich in den letzten Monaten,  wenn uns eine Küche mit Ofen zur Verfügung steht, sehr häufig Brot gebacken. Innen schön fluffig, außen krustig. Und vor allem vollgestopft mit Vollkornmehl, Samen, Körnern und Nüssen. Köstlich! 

Aus diesem Grund gibt es heute mein aktuelles Lieblings-Brot-Rezept für euch. Beziehungsweise eigentlich gleich zwei: Eine Version mit Hefe sowie eine zweite, schneller zubereitete, Variante ohne Hefe.

Sesam Curry Bällchen

Niemand muss eine langweilige Kartoffel sein! (Ähm, “essen” meine ich natürlich.) Okay, okay, Flachwitze beiseite: Kostengünstige Rezepte mit wenigen Zutaten sind klasse, findet ihr nicht auch? Allerdings ist das noch lange kein Grund für fades Essen. Deshalb gibt es heute diese Sesam Bällchen mit Curry-Kartoffel-Füllung. Die sind nämlich nicht nur günstig, sondern obendrein außen auch noch schön crunchy und innen lecker cremig.

Die Bällchen geben einen tollen Snack ab, welcher sich, gemeinsam mit einem Dip (im Rezept findet ihr viele Vorschläge), wunderbar auf dem Buffet oder als kleine Vorspeise macht. Auch auf Salaten fühlen sie sich pudelwohl.

Wie einleitend bereits erwähnt, sind die Zutaten für dieses Rezept nicht sonderlich teuer. Allerdings lohnt es sich an einer Stelle ab und an mal ein paar Cent mehr zu investieren. Die Rede ist vom Currypulver, denn zwischen günstigem Discounter-Pülverchen und gutem Curry Gewürz liegen geschmacklich Welten. So zumindest meine Meinung. Seht ihr das auch so? Oder bin ich einfach zu wählerisch, wenn es um Curry geht? So oder so: Ich wünsche frohes Snacken und verabschiede mich heute mit einem “Auf die Curry Bällchen, fertig, los!”

Porridge (inkl. easy Reise- Variante)

Porridge ist ein allseits beliebter Klassiker. Zuhause landet er bei mir ehrlich gesagt nur selten auf dem Frühstückstisch, da ich es morgens eigentlich sehr gerne deftig mag. Dafür gehört Porridge zu meinen absoluten Favoriten am Morgen, wenn ich unterwegs bin. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Einerseits halten sich Haferflocken, Samen & co. besser ungekühlt im Backpack, Kofferraum oder Radreisetaschen. Andererseits können sie weder auslaufen noch zerbrechen, werden nicht nach ein paar Tagen in der Hitze schlecht und sind so ziemlich überall auf der Welt zu super günstigen Preisen erhältlich.

Frittierte Maniok

Langeweile in Pommeshausen? Dann ist es an der Zeit mal eine andere Knolle ins geliebte Frittierfett zu tunken. Eine köstliche Alternative zur Kartoffel ist die aus subtropischen und tropischen Regionen stammende Maniok. In Südamerika sind Maniok weit verbreitet und, abhängig vom Land, auch unter anderen Namen (unter anderem Yuca, Cassava und Mandi’o) bekannt. Hier landen sie, ebenso wie in einigen afrikanischen sowie asiatischen Ländern, häufig auf dem Teller und zählen zu den Grundnahrungsmitteln.

Potato Cheese

Ihr seid auf der Suche nach einer Alternative zu Hefeschmelz & überteuertem veganem Käse aus dem Supermarkt für Gratins und Pizzen? Dann probiert es doch mal mit diesem Rezept auf Kartoffelbasis. Kartoffel klingt nicht gerade käsig? Das ist natürlich erst einmal korrekt. Die Kartoffel sorgt in diesem Dip (gemeinsam mit wenigen anderen Zutaten) auch lediglich für die Konsistenz. Und diesen Job macht die Knolle gemeinsam mit ihren Zuataten-Kumpels übrigens ganz schön gut, denn der Dip ist super cremig und zerläuft wunderbar. Für den leicht käsigen Geschmack sorgen natürlich die Gewürze. Eine ziemlich gute Alternative zu, auf die Dauer eher eintönigen Hefeschmelz und überteuerten, meist gar nicht mal so geilen, Käsealternativen aus dem Supermarkt.

Sopaipillas mit Kürbis

Darf ich vorstellen? Mein allerliebster Streetfood Snack aus Chile!

Worum es sich dabei handelt ist schnell erklärt: Sopaipillas sind frittierte Brötchen, welche aus einem Hefeteig bestehen. In Zentralchile wird der Teig fast immer mit Kürbis zubereitet. Im Süden des Landes landen stattdessen oft gekochte Kartoffeln in der Teigmasse. Im Norden enthalten sie oftmals keine der beiden Zutaten. Auch in anderen südamerikanischen Ländern finden sind ähnliche frittierte Brötchen. In Argentinien und Uruguay sind diese als Torta frita bekannt, in Peru heißen sie Cachanga. Die Version mit Kürbis aus Chile hat es mir jedoch besonders angetan und schmeckt, wenn ihr mich fragt, bei weitem am besten.

Traditionell werden Sopaipillas in Chile vor allem im Winter zubereitet. Mir wurde erzählt, dass ein Grund dafür ist, dass das in der Region weit verbreitete Brot (Tortilla de rescoldo) nicht in der Küche, sondern draußen in Asche gebacken wird. Frittiert wird hingegen in der Küche. Klingt plausibel, finde ich. Bei kalten Temperaturen möchte schließlich niemand vor die Tür um Essen zuzubereiten. Mitunter gibt es jedoch noch weitere Gründe für die Zubereitung im Winter, welche mir nicht bekannt sind. Da Sopaipillas sich jedoch großer Beliebtheit erfreuen, findet man sie zum Glück auch zu allen anderen Jahreszeiten an vielen Streetfood Ständen. Sie werden direkt an den Ständen frittiert und noch warm verspeist. Da der Teig perfekt zu süßen als auch zu deftigen Zutaten passt werden sie mit einer ganzen Reihe unterschiedlichster Beilagen serviert. Manchmal werden sie mit Zucker, Marmelade oder Apfelmus gereicht. Als deftiger Snack kommen sie meist mit der traditionellen Salsa Pebre daher. Manchmal gibt es auch einfach nur Senf oder Ketchup dazu. Ebenso köstlich schmecken sie mit Guacamole, auch wenn diese Beilage nicht typisch chilenisch ist. Ich persönlich bin großer Freund der deftigen Version mit kräutrig-scharfem Pebre. Doch testet einfach selbst – egal mit welcher der vorgeschlagenen Beilagen!

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