Deftige Mais-Fladen

Immer, wenn mein Freund in Chile irgendwas mit „Choclo“ ließt, hofft er, dass irgendjemand das Wort „Choco“ (bzw. Schokolade) falsch geschrieben hat. Dies ist allerdings nie der Fall, denn „Choclo“ ist das Wort, welches hier Mais bedeutet. Und Choclo steckt hier in wirklich vielen Speisen. So wächst auch meine Mais-Liste mit Rezepten, welche ich irgendwann einmal für diesen Blog testen und veganisieren möchte.

Das vielfältig nutzbare Maismehl eignet sich für viele schnell zubereitete pflanzliche Speisen. Auch wenn hier in Südamerika gerne mal ein Huhn „beigemischt“ und „vergessen“ wird dies zu erwähnen (Ich sag nur: „Chicken isn’t vegan?“) und man als Pflanzenfresser*in entsprechend mit Vorsicht an scheinbar pflanzlichen Speisen herangehen sollte, gehört Maismehl zur Zeit zu unseren Favoriten im Reisegepäck. Denn, wie könnte es auch anders sein: Ohne Campingkocher und ein paar Zutaten bewege ich mich auf längeren Reisen natürlich so ziemlich nirgendwo freiwillig hin. Die verfressene Veganerin in mir könnte schließlich verhungern.

Die folgenden deftigen Mais-Fladen entstanden in unseren letzten Tagen in Constitución, welche wir mal wieder eine Unterkunft mit Küche (statt Campingplatz) genossen. Sie bieten nicht nur viele Variationsmöglichkeiten, sondern sind auch ein schnell zubereiteter Snack oder Beilage. Auch alle, die auf Gluten verzichten wollen oder müssen, finden im Maismehl eine tolle Alternative zu glutenhaltigen Mehlen.

Nun aber erst einmal: Buen Provecho. Bevor euch weitere Maismehl-Rezepte erwarten, geht es für uns erst einmal langsam weiter in Richtung Chiles Süden.

  • 10 leicht gehäufte EL Maismehl
  • 14 EL Wasser
  • 1 dünne Scheibe Zwiebel
  • 1 (halbe) Chili (je nach Schärfegrad und persönlicher Präferenz)
  • Salz (ca. ½ TL)
  • Pfeffer
  • 1 Avocado
  • Optional: Chili-Flocken
  • etwas Öl

Menge: Für drei kleine Fladen – ein Snack oder Vorspeise für eine Person & keine ganze Mahlzeit!

Zwiebel und Chili sehr fein hacken. Gemeinsam mit dem Maismehl und Gewürzen in eine Schale geben. Unter rühren nach und nach das Wasser hinzugeben. Zunächst etwas weniger Wasser als angegeben verwenden und die Masse für ca. 10 Minuten quellen lassen. Sie sollte danach die Konsistenz eines dickflüssigen Pfannkuchenteigs haben. Ist die Masse danach noch sehr fest, noch etwas mehr Wasser hinzugeben. Ist zu viel Wasser im Teig gelandet, einfach noch etwas Maismehl hinzuschütten. Erneut verrühren und quellen lassen bis die passende Konsistenz erreicht ist.

Eine leicht (!) gefettete Pfanne erhitzen. Verwendet man zu viel Öl saugen die Fladen sich leider damit voll. Glaubt mir: Das wollt ihr vermeiden. Beidseitig anbraten, bis die Mais-Fladen leicht gebräunt sind.

Mit einer aufgeschnittenen Avocado und – optional – bestreut mit etwas Pfeffer und Chili-Flocken servieren.

Variationen lassen sich auch mit anderem sehr fein geschnittenem Gemüse herstellen. Lecker sind die Fladen z.B. auch mit fein gehackten Champignons oder Paprika. Kala Namak Salz habe ich hier zur Zeit leider nicht zur Hand, bin jedoch davon überzeugt, dass sich damit auch eine tolle Version welche an Omelette erinnert (ähnlich wie mit Kichererbsenmehl) zubereiten lässt.

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Comments 1

  1. Deftige Mais-Fladen – Veggietag Münster
    Reply

    […] Quelle: http://www.veganguerilla.de […]

    28 Februar, 2019

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