Frittierte Maniok

Langeweile in Pommeshausen? Dann ist es an der Zeit mal eine andere Knolle ins geliebte Frittierfett zu tunken. Eine köstliche Alternative zur Kartoffel ist die aus subtropischen und tropischen Regionen stammende Maniok. In Südamerika sind Maniok weit verbreitet und, abhängig vom Land, auch unter anderen Namen (unter anderem Yuca, Cassava und Mandi’o) bekannt. Hier landen sie, ebenso wie in einigen afrikanischen sowie asiatischen Ländern, häufig auf dem Teller und zählen zu den Grundnahrungsmitteln.

Maniok wachsen übrigens als Sträucher. Diese können bis zu 5 Meter hoch werden. Die Pflanze bildet viele Seitenwurzeln aus, welche sich mit der Zeit zu dicken, langen Knollen entwickeln. Diese können sage und schreibe bis zu 100cm lang und maximal etwa 20 cm dick werden. Natürlich sind viele der Wurzeln keine ganz so beeindruckenden Riesen und etwas kleiner.

Im rohen Zustand sind Maniok übrigens giftig, da sie Blausäure beinhalten. Diese verfliegt erst durch die richtige Zubereitung (Entgiftung) der Maniok. Aber: Keine Angst, das ist absolut nicht kompliziert und ich erkläre dir in diesem Rezept genau was beachtet werden muss. Darauf einfach mal so in eine rohe Maniok zu beißen solltest du allerdings lieber verzichten. Das die Maniok im Rohzustand giftig ist bedeutet übrigens nicht, dass sie ungesund ist. Ganz im Gegenteil: Sie enthält unter anderem sehr hohe Anteile an Vitamin C, Vitamin B6, Calcium sowie Kalium.

Maniok findest du in gut sortierten Supermärkten. Auch in asiatischen sowie afrikanischen Supermärkten ist sie sehr häufig zu finden. Achte beim Kauf darauf, dass die Wurzel schön fest ist. Manchmal gibt es auch angeschnittene Maniok. In diesem Fall sollte der Schnitt schön weiß und weder am Rand noch innen bräunlich/dunkel sein. Nimm, wenn möglich, aber lieber eine ganze, nicht angeschnittene, Maniok. Außerdem sollte sie keine klebrigen und natürlich auch keine schimmeligen Stellen (meist an den Enden zu finden) haben.

Für 1 Person

  • 1 große Maniok
  • Salz
  • Öl zum Frittieren

Dazu passt z.B.

Die Maniok sehr gründlich schälen, da ein Großteil der Giftstoffe sich in der Rinde befinden.

Der Länge nach vierteln und die Faser in der Mitte der Wurzel entfernen. Diese sollte unbedingt entfernt werden, da sie extrem holzig ist. Wer eine sehr dicke Wurzel erwischt hat, kann die Viertel natürlich noch einmal der Länge nach durchschneiden. Die länglichen Maniok-Stücke danach in kleinere Stücke (siehe Bild) oder auch in längliche „Fritten“ zerschneiden.

Am besten ist es die Wurzel bereits vor dem Garen zu wässern (einfach für einige Minuten in kaltes Wasser einlegen) und im Anschluss noch einmal gründlich abzuspülen. Dadurch verfliegt bereits ein Großteil der enthaltenen Giftstoffe.

Wasser in einem Topf erhitzen. Etwas Salz hinzugeben. Die Maniok-Stücke für ca. 15 Minuten (abhängig von der Größe ggf. auch etwas kürzer oder länger) kochen bis sie gar sind. Die gekochten Stücke sollten auf jeden Fall weich sein und du solltest problemlos mit einer Gabel hineinpieksen können. Prinzipiell kann die Maniok jetzt verspeist werden. Sie schmeckt nämlich auch gekocht sehr gut als Beilage. Da es heute aber um frittierte Maniok geht, fehlt natürlich noch ein letzter Schritt.

Im Anschluss reichlich fett in einem Topf erhitzen. Wenn das Fett heiß genug ist (dies kann mit einem Holzlöffel getestet werden) die Maniok-Stücke (ggf. nach und nach) hineingeben und goldbraun frittieren. Die frittierte Maniok kurz auf Küchenpapier legen, um das überschüssige Fett vor dem Verzehr zu loszuwerden.

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