“Käse”-Spaetzle

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Das Angebot mich von einer waschechten Schwäbin mit ‘Käse’-Spätzle bekochen zu lassen -nach dem veganisierten Rezept der noch viel waschechteren Schwaben-Oma- konnte ich natürlich nicht ausschlagen. Wie erwartet wusste sie was sie tut und das Essen war ebenso gut wie der Rest des Abends. Da ich die Dame quasi über diesen Blog (und andere Ecken) kennengelernt habe musste ich sie natürlich auch fragen ob ich sie, ihre Oma und der Rest der Schwabenwelt mit diesem (Gast)Rezept hier verewigen darf. Zum Glück möchte sie euch die Spätzle nicht vorenthalten und ich hoffe, dass euch das genauso freut wie mich.

 

 

    • 500g Mehl
    • Salz oder Gemüsebrühe
    • 2 EL Sojamehl
    • 500ml Wasser
    • grobes Meersalz, Pfeffer
    • 300- 400g veganer Käse

 

 

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Etwas Salz oder Gemüsebrühe in das kochende Wasser geben.

Das Mehl in eine Schüssel geben. Etwas Salz (oder Gemüsebrühe) sowie Sojamehl hinzugeben. Nun das Wasser nach und nach (damit es nicht klumpt) hinzugeben und einrühren/kneten.

Den Ofen auf 170°C vorheizen.

Einen Spätzlehobel (ich als nicht-Schwabe kannte diesen nicht. Deshalb an dieser Stelle der Link.) über den Topf legen, damit die Spätzle direkt ins Wasser plumpsen können. Den Teig nach und nach hineingeben und durch die Löcher reiben. Die Spätzle die oben schwimmen könnt ihr direkt wieder abschöpfen.

Etwas veganen Käse in eine Auflaufform geben, dann eine Schicht Spätzle drauf schichten, wieder ‘Käse’, Spätzle usw. bis Beides alle ist (als oberste Schicht ‘Käse’ nehmen). Für einige Minuten in den Ofen geben, bis der ‘Käse’ geschmolzen ist (falls das bei der obersten Schicht nicht der Fall ist einfach unterheben).

Auf Teller geben und noch etwas grobes Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer drüber streuen. Lecker obendrauf sind auch frische Petersilie und/oder Röstzwiebeln. Dazu: Salat!

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  1. Wow, Spätzle selber machen. Da ist mann dann schon wirklich motiviert!

    1. Hä? Wieso denn das? Spätzle machen ist total einfach und geht schneller als Nudeln kochen!

      Fertigspätzle schmecken nicht einmal annhähernd so ähnlich, das ist einfach was komplett anderes und kann frische Spätzle nicht ersetzen.

  2. Mmh lecker, Spätzle werd ich auch bald mal noch selbst machen! Aber was ist denn dieser Wilmersbuger Pizzaschmelz, den du da so gerne verwendest? Ganz normaler Hefeschmelz oder gibts das zu kaufen?

    Liebe Grüße von ner Schwäbin =)

  3. sabrina: den gibts seit kurzem zu kaufen (z.b. bei vegan-wonderland.de oder bei alles-vegetarisch.de) und wurde von den leuten von rezeptefuchs.de entwickelt…

  4. Danke, dann werd ich den mal bei Gelegenheit testen :)

  5. Lena Reiner says:

    den pizzaschmelz kann ich auch nur empfehlen! suuuuperlecker

  6. ohhh und wie ich mir die Spätzle jetzt koche und wieeeeee <3

  7. Meine Tochter Lela hat mir das tolle Rezept vorgestellt und ich bin begeistert!!! Nie wieder anderst!!! Klasse (ich bin eine echte Schwäbin)

  8. also spätzlehobel is bayrisch und die damit hergestellten “spätzle” nennen sich knöpfle! richtig schwäbisch wäre eine spätzlepresse mit der mensch die typisch schwäbischen, also langen spätzle herstellen kann! ;-)

    1. danke für die erklärung. da bin ich jetzt was die begrifflichkeiten angeht wieder ein bisschen schlauer :)

    2. Das stimmt so aber auch nicht. Meine Familie ist durch u. durch Schwäbisch, u. alle unsere Haushalte, von Stuttgart bis Ulm, benutzen den Hobel, auch die ganz alten Tanten, Omas usw. (jaja, damals kochten fast nur die Frauen…). Auch bei Freunden zuhause gabs fast nie die Presse, sondern meist den Hobel u. damit die runderen Spätzle statt den langen.

      1. missmeli says:

        wir hier in Augsburg verwenden auch einen spätzlehobel

    3. Man muss den Hobel nicht auf den Topf auflegen, sondern so etwa auf Brusthöhe heben dann zieht sich der Teig zu schönen Spätzle auch lang, beim Auflwgen auf den Topf werdens klar nur Knöpfle….ich habs anfangs aber falsch gemacht und dann Spätzle herausbekommen gewusst wie ohne es zu wissen ;-)

  9. Pingback: Anonymous
  10. Waaaaaaah, du machst mich so glücklich mit diesen Rezept. xD
    Das MUSS ich als total waschecht Schwäbin einfach probieren.

  11. so wirklich war ist das aber auch nicht.

    Des absolute klassische Spätzlesbrett ischd des wahre Werkzeug der wirklichen Schwaben.

    Gruß Thomas

    1. …und wieder was gelernt ;)

  12. Nachdem ich zum Geburtstag von meinem Freund ein KOCHBUCH geschenkt bekommen hatte, flog das natürlich postwendend in eine Ecke. Ihr wisst ja wie das ist, Frauen schenkt man doch keine Küchenutensilien….
    Nach dem ersten Groll und durchblättern von besagtem Kochbuch wurde schnell klar, dass es das perfekte Geschenk für mich als angehende Veganerin war…
    Vor allem der Titel passt einfach zu unserer Lebensweise:)

    Lange Rede, kurzer Sinn, Kochbuch ist durch gekocht, jetzt mal ein großes DANKE an dich, Sarah!
    Spätzle haben super lecker geschmeckt, auch ohne Käse (an den komme ich in dem Dorf hier leider nicht ran)
    Grüße aus Bayern, Bella

    1. hallo bella,

      freut mich, wenn dir mein buch -trotz “küchenutensilie”- und meine seite den einstieg in ein veganes leben erleichtert haben.

      und ansonsten: bitte, bitte, gerne doch und noch ganz viel spaß beim fleißig weiter kochen :)

      liebe grüße,
      sarah

  13. Wow das hört sich ja echt toll an :)

    Aber eine Frage, ich bin leider gegen Soja allergisch, kann man das Sojamehl auch mit einer anderen Mehlart ersetzen? Oder funtionniert das ganze auch mit einem veganen Ei-Ersatz? Ich denke mal dafür dient das Sojamehl oder?

    1. Hey Mara,

      genau, das Sojamehl dient als Ei-Ersatz – dementsprechend kannst du natürlich auch einfach einen anderen verwenden :)

      LG,
      Sarah

  14. Sooo ich hab grade eben die Spätzle gemacht. Verarbeitung ging super, habe nur meine Spätzlespresse genommen, ich hasse diese Hobel. Allerdings ist im Wasser am Ende soviel Stärke gewesen dass es gar nicht mehr richtig gekocht hat und die Spätzle nicht richtig durch waren. Komisch. Ich habe nochmal Wasser gekocht und die kleinen Scheisserchen da reingeworfen und zuende gegart. Irgendwie hat sich an der Matschigkeit aber nicht viel verändert, vielleicht lag es am Mehl, ich hab Spätzlesmehl genommen. Ich versuchs jedenfalls nochmal mit normalen. ;))

    1. ich habe heute zum ersten mal die veganen spätzle gemacht. mir ging es genauso wie tasmanian. waren ziemlich matschig, die spätzle. und ich habe normales weizenmehl genommen.
      hatte die spätzle als beilage und fand sie dann nicht so gut. denke mit “käse” werden sie dann schamckhafter werden und die konsistenz nicht so wichtig sein :). oder ich vesuchs einfach nochmal mit etwas gries im teig.

    2. Was du immer machen kannst damit sie nicht so matschig sind: mindestens ein fünftel der Menge Mehl durch Hartweizengrieß ersetzen, einen kleinen Schuss Öl (ich nehm am liebsten Arganöl wegen dem Geschmack), und in zwei Töpfen kochen, damit die Spätzle mehr Platz haben. Anschließend abschrecken, nochmal in “Butter” (Alsan) kurz anbraten und dann weiterverarbeiten. Dann werden sie richtig schön glatt und fest. So habe ich meine heute gemacht, und sie mit Zimtzucker gegessen :) Ist auch lecker.

  15. Jeannydog says:

    Vielen Dank für das Rezept, dies werden meine erste veganen Spätzle werden. Jetzt wollte ich mir eben den Pizzaschmelz bei vegan-wonderland.de bestellen. Leider steht da nichts über die Haltbarkeit. Das sind 500 g, wie lange hält der Beutel ungeöffnet, geöffnet und kann man das einfrieren. Weißt du das?
    Danke!

  16. Vielen Dank für Dein “Käsknöpfle”-Rezept! Gab es heute als Weihnachtsessen mit den Vegourmet Käsealternativen Santeciano und Montanero zu gleichen Teilen. Echt sensationell!

  17. Hallo! Um die Diskussion um die diversen Gerätschaften noch um ein weiteres Exemplar zu erweitern: natürlich verwendet die schwäbische Hausfrau NUR und ausschließlich ein Spätzlebrett, das ist ja wohl Ehrensache. Der schwäbische Hausmann hingegen, der die Kunst des Spatzenschabens nicht von Generation zu Generation weitergereicht bekommen hat, bedient sich entweder des Spätzleshobels, der ja schon vorgestellt wurde, oder aber er benutzt dieses Gerät, das mir bereits seit Jahrzehnten treue Dienste leistet und wiederum ein Erbstück ist! http://www.kull-spaetzlespresse.de/deutsch/onlineshop/produkte/#cc-m-product-6211217681

  18. Danke dir für dieses Rezept. Werde es am Montag auf der Arbeit für 20 Leute ausprobieren.;-)

  19. super rezept! wir waren gerade in österreich und überall gabs käsespätzle, so dass ich eine riesen lust drauf bekommen habe. und jetzt hab ich sie zum ersten mal vegan ausprobiert und bin begeistert! ich habe den käse noch mit hafersahne gemischt, dann bekommt man eher ne zähe käsesoße und der vegane käse schmilzt besser. dazu röstzwiebeln und noch etwas muskatnuss… :D

  20. Heilige Möhre …das war fein !!!!!
    Ich hab für 4 Personen 800gr Mehl,200gr Weizengries und 4 EL Sojamehl genommen, dazu ein knapper liter Wasser ,ordentlich gesalzen und für die Farbe einen Löffel Curcuma . HAMMER sag ich!! Und es gab auch keine Probleme mit dem Kochwasser
    Als Käse hab ich 2erlei Portionen gemacht ,einmal Soyananda Frischkäse ,Willmersburger und Sojasahne gemischt und auf der anderen Seite den Violife von Viotros ..der zieht sogar Fäden:-)). Jeweils durchmischen nochmal nachwürzen mit Salz ,Pfeffer, wir mögen Majoran dran und sogar ein bisschen Kümmel.
    Nach dem Überbacken eine grosse Portion fritierte Zwiebelringe drüberlegen.
    Danke für das klasse Grundrezept und die Idee dazu !!!!!!!

  21. Gerlinde says:

    Ich hab seit kurzem den Spätzlehobel von Tupper… der ist richtig genial in der Handhabung und so schön einfach zum Reinigen da macht Spätzlekochen richtig Spaß.. kann ich nur empfehlen!

  22. Spätzlekönigin says:

    Hallo zusammen!
    Ich mache meinen Spätzleteig mit UNGESÜßTER Sojamilch statt Wasser und gebe noch einen schwachen halben Teelöffel Kurkuma dazu, das färbt die Spätzle schön gelb. Aber Vorsicht: Nicht mehr rein, da es sonst verschreckt, die Farbe kommt übrigens erst beim Kochen der Spätzle im Wasser, dem Teig sieht man noch keine Farbe an! Guten Appetit!

  23. Spätzlekönigin says:

    Nicht “verschreckt“, sondern “vorschmeckt“…

  24. Spätzle gemacht mit Hobel oder Presse nennt der echte Schwabe “Fauleweiberspätzle”!!
    Knöpfle, die mit dem Hobel gemacht sind badisch.

    Die einzig “wahren” Spätzle aber schabt man vom Brett. Dazu genügt auch ein Vesperbrett und ein Messer mit gerader Klinge. Das schmeckt nicht nur weit besser sondern geht inkl Abwasch auch viel schneller. Außerdem überfüllt das den Küchenschrank nicht mit überflüssigen Gerätschaften.

    1. Zu den Spätzle macht man außer viel Zwiebeln am Ende obendrauf auch UNBEDINGT kurz in Öl angebratenes Paniermehl.
      Alles andere ist fake!

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