Laugen-Serviettenknödel mit Maronen

Du bist noch auf der Suche nach einer leckeren Beilage für das diesjährige Weihnachtsessen oder brauchst dringend ein Lieblings-Knödel-Rezept? Vielleicht habe ich das Passende für dich: Serviettenknödel aus Laugengebäck und Maronen.

Die angebratenen Knödel machen sich zum Beispiel gut zu dunkler Sauce, Pilz-“Sahne”-Sauce, Rotkohl, Rosenkohl, Seitan-Braten oder Soja-Rouladen. Bei mir sind sie dieses Mal (Rezeptbilder) mit fermentiertem Rote Bete- Krautsalat und mariniertem Sojaschnitzel auf dem Teller gelandet.

Das praktische an den Dingern: Die Knödelmasse kann sehr gut am Vortag zubereitet und die Knödel bereits gegart werden. Nachdem die Knödel gegart, ausgepackt und abgekühlt sind, können sie im Anschluss gut verschlossen (z.B. in einer großen Tupperdose) im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag müssen sie dann nur noch in Scheiben geschnitten und in Margarine/Öl angebraten werden. Ziemlich praktisch für ausgiebige (Weihnachts-)Menüs also.

Da ich selbst nicht so der Weihnachts-Typ bin, landen die (am Wochenende zubereiteten) Knödel bei mir präferiert am Wochenanfang als schnelles Homeoffice-Mittagessen auf dem Teller (dann meist einfach mit Salat oder einer fix zubereiteten Pilz-Pfanne dazu).

Für die, die noch nicht so lange vegan leben, noch ein kleiner Hinweis: Laugenbrötchen sind oft nicht vegan, da Bäckereien häufig Butter oder tierisches Schmalz für Laugengebäck verwenden. Auch TK-Laugengebäck zum selbst aufbacken kann, aber muss nicht vegan sein. Beim Einkaufen also unbedingt einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen.

Laugen-Serviettenknödel mit Maronen

Meine absoluten Lieblingsknödel. Wie Semmelknödel, nur aus Laugenbrötchen und in länglich. :)
Statt Laugenbröchen kann für die Masse auch anderes Laugengebäck verwendet werden. Kein veganes Laugengebäck in Sicht oder mehr Lust auf "normale" Serviettenknödel? Dann ersetze die Laugenbrötchen im Rezept einfach gegen andere (altbackene) Brötchen deiner Wahl.
Die Knödel können auch ohne Maronen zubereitet werden. Ihr könnt sie einfach weglassen und müsst die Mengen der restlichen genannten Zutaten darüber hinaus nicht anpassen.
Die Mengenangabe 4 Portionen entspricht 2 großen Serviettenknödeln (jeweils ca. 6 bis 8 Knödelscheiben). Ihr könnt auch einen sehr langen Knödel daraus machen, benötigt dann aber einen entsprechend großen Topf.
Serviert ihr nur Knödel als Beilage, würde ich diese Menge wahrscheinlich eher für 2-3 Personen verwenden. Ansonsten sind die Knödel aber ziemlich sättigend. Das nur für den Hinterkopf. :)
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit45 Min.
4 Personen

Equipment

  • zwei saubere (kleine) Geschirrtücher oder Backpapier zum einwickeln der Knödel
  • vier kurze Stücke Faden zum zubinden der eingerollten Knödel

Zutaten

  • 3 Laugenbrötchen altbacken! / ca. 270-300g / ihr könnt auch andere Arten von deftigem Laugengebäck verwenden
  • 300 ml Hafermilch möglichst ungesüßt oder nur sehr leicht gesüßte; andere pflanzliche Milch geht auch
  • 2 EL Maismehl (Harina P.A.N.) alternativ: 2 EL Kastanienmehl oder Kichererbsenmehl
  • 100 g Maronen bereits gekocht!
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • etwas Margarine oder Öl (zum Anbraten der Zwiebel und zum Anbraten der Knödel)
  • 1-2 EL Petersilie gehackt
  • Pfeffer schwarz
  • Salz

Zubereitung

  • Die Laugenbrötchen (am besten vom Vortag) in kleine Würfel schneiden.
  • Die Maronen fein hacken oder zerdrücken. Falls ihr frische Petersilie verwendet: ebenfalls fein hacken.
  • Die Zwiebel fein hacken. In einer Pfanne in etwas Öl anbraten bis sie glasig ist.
  • Zwiebel, Maronen, Brötchenwürfel und Petersilie in einer Schale vermengen.
  • Die "Milch" aufkochen. Maismehl (oder eins der genannten anderen Mehle) in die Hafermilch einrühren. Kurz (ca. 2 Min) bei ziehen lassen. Danach direkt zu den anderen Zutaten in die Schale geben. Für 10-15 Minuten quellen lassen.
    Achtung: Die tatsächlich benötigte Menge Flüssigkeit (pflanzliche Milch) hängt davon ab, wie hart eure Brötchen sind. Meine waren bereits zwei Tage alt und entsprechend recht hart bzw. trocken.
    Wenn eure Brötchen noch sehr frisch sind, verwendet ihr am besten erstmal etwas weniger Hafermilch. Später ggf. noch etwas zusätzliche Hafermilch hinzugeben, falls die Masse nach dem Quellen zu trocken ist. (Ihr müsst die Masse in diesem Fall erneut ein paar Minuten quellen lassen).
  • Die Masse durchkneten. Im Idealfall hält sie bereits sehr gut und ist schön fest, aber nicht trocken. Zu trockener Masse könnt ihr (wie oben beschrieben) noch etwas mehr Milch hinzugeben. Zu feuchte Knödel (sollte eigentlich nicht passieren, außer die Brötchen waren frisch vom Bäcker und ihr habt direkt die komplette Menge Flüssigkeit verwendet), hilft etwas zusätzliches Mais-/Maronen-/Kichererbsenmehl (je nachdem, was ihr ohnehin für das Rezept verwendet habt).
  • Die Knödelmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken und erneut vermengen.
  • In einem großen Topf gesalzenes Wasser aufkochen.
  • (Geschirr)Tuch oder ein Stück Backpapier (vorgeschnittenes Backpapier könnt ihr vorher in der Mitte durchschneiden – das reicht von der Größe!) sowie die Fäden zum zubinden bereit legen.
    Die Hälfte der Knödelmasse auf dem Tuch / Backpapierstück platzieren und in eine längliche Form bringen. Ca. 6-8cm dicke Würste rollen. An den Enden zubinden.
  • Die eingerollten Knödel in das aufgekochte Wasser geben. Temperatur auf sehr niedrige Hitze runterstellen. Die Knödel für ca. 30 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen (nicht kochen!).
  • Die gegarten Knödel aus ihrer Hülle befreien. Etwas abkühlen lassen (kalt lassen sie sich besser schneiden).
  • Die Serviettenknödel in Scheiben schneiden und beidseitig goldbraun braten.

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  1. Vielen Dank für das Rezept. War uns ein sehr leckeres Weihnachtsessen. Die Knödel werde ich sicher noch öfter machen.
    Und ich habe gelernt, dass Küchengarn nicht durch Nähgarn zu ersetzen ist (meins ist mehrfach gerissen und ich habe dann in der Not Blumendraht genommen;) )
    Liebe Grüße, Peter

    1. Hallo Peter,
      freut mich, dass ihr ein leckeres Weihnachtsessen mit den Knödeln hattet!
      Nähgarn ist in der Tat keine sehr gute Wahl. Am besten zu einem dickeren Garn greifen. Spezielles Küchengarn habe ich meist auch nicht im Haus. Nehme stattdessen oft Jutegarn, weil ich das häufiger im Garten nutze und entsprechend fast immer welches da habe. Bei den Knödeln letztes Mal hatte ich ehrlich gesagt aber auch keins von beidem zur Hand. Habe mit einem Stück breiterem Geschenkband (aus Stoff) improvisiert. :)

      Liebe Grüße
      Sarah

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