Orangen- Senf- Seitan

Praise Seitan! Eins meiner phasenweise absoluten Lieblingslebensmittel gibt es fast nirgends in Brasilien, geschweige denn die in Deutschland bekannten Gluten-Mischungen. Daher ist komplett selber machen angesagt. Das Ergebnis ist ohnehin besser, auch wenn ich zu Hause in Hamburg dann meist doch zu Faul für die Prozedur bin. Wen es jedoch interessiert wie genau das mit dem Seitan auswaschen und komplett selbst herstellen funktioniert, für den habe ich in diesem Artikel detailliert festgehalten, wie man zu einem leckeren komplett selbstgemachten Seitan kommt. In dem folgenden Artikel geht es allerdings darum, was man mit dem Seitan (natürlich auch mit nicht komplett selbstgemachtem) dann im Folgenden Anstellen kann, z.B. ihn lecker marinieren. Entsprechend ist auch mein DIY-Seitan in verschiedenen Marinaden gelandet. Darunter auch diese hier mit Orangensaft, Weißwein und Senf, eine Kombination die einfach für einander gemacht ist.

zutaten

 

 

    • Seitan
    • ca. 50ml Orangensaft (frisch gepresst)
    • ca. 50ml Weißwein
    • 1 Knoblauchzehe
    • 2 EL körniger Senf
    • 1 EL Glukosesirup (ich hätte eigentlich lieber Ahornsirup oder Agavendicksaft verwendet, nur das gibt es leider beides an meinem aktuellen Wohnort nicht)
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 TL Maisstärke
    • Rosmarin (getrocknet)
    • Salz
    • Pfeffer

Dazu

    • Brunnenkresse
    • Sesam
    • 1 Kochbanane
    • Optional: Paniermehl

zutaten

Den Seitan habe ich nach diesem Rezept hier selbst gemacht. Dauert etwas länger als mit Glutenpulver, aber wird von der Konsistenz her viel besser, finde ich.

Die oben unter dem Seitan aufgeführten Zutaten vermixen (den Knoblauch gehackt oder gepresst, versteht sich). Den Seitan in Scheiben schneiden und für einige Stunden in der Marinade einlegen.

Den Seitan habe ich im Anschluss aus der Marinade genommen und nochmal kurz in Paniermehl gewälzt, muss aber natürlich nicht. Dann einfach in heißem Öl beidseitig anbraten bis er goldbraun ist. Die Marinade während dessen ebenfalls in eine Pfanne oder einen kleinen Topf geben. Aufkochen und köcheln lassen bis sie eindickt. Die fertige Sauce über den Seitan geben.

Dazu gab es eine (schön reife!) Kochbanane, welche ich in Scheiben geschnitten und frittiert habe. Diese habe ich mit Brunnenkresse vermengt und noch etwas Sesam drüber gestreut.

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Comments 19

  1. Mephistofules
    Reply

    Hi Sarah!

    Ich habe nur den titel gelesen und gedacht „Genial!“, daraufhin habe ich die Zutaten durchgelesen und sofort konnte ich das Resultat imaginär schmecken. Kein Witz!

    Grüßle
    Mephi von tofutopia.blogspot.com

    14 April, 2014
  2. UliKlon
    Reply

    hehe, voll nachvollziehbar :D
    (freu’ mich schon auf das gericht (/die marinade;))

    14 April, 2014
  3. Ela
    Reply

    Ohhh das sieht superlecker aus :) Ich mag Seitan auch gern. Orangen-Senf-Sauce klingt Hammer!
    LG
    Ela

    15 April, 2014
  4. Feydis in døkka Michaelsdòttìr
    Reply

    Hej,

    Ich hab heute dein Rezept nachgekocht. Leider hat es mir nicht so gut geschmeckt wie es aussieht. Bei der Vorbereitung hab ich mich so darauf gefreut und war hinterher enttäuscht. Es ist eine Menge übrige geblieben, das ich wohl morgen wegwerfen werde.

    20 April, 2014
    • Roswitha
      Reply

      Liebe Sarah,
      ich hab dein Rezept letztes Wochenende ausprobiert, und wir alle drei (mein Freund, meine Tochter und ich) waren begeistert! Seit über 2 Jahren esse ich vegan, und habe schon einiges vor dir ausprobiert, aber dieses Rezept hat mir bisher am besten geschmeckt! Wir habe zu dem Seitan mit Soße Kartoffeln und einen gemischten Salat gegessen.

      Danke und weiter so – viele Grüße
      Roswitha

      25 April, 2014
      • Anonymous
        Reply

        Liebe Roswitha,
        freut mich, dass es euch allen geschmeckt hat. Lieben Dank für die Rückmeldung und viele Grüße, Sarah

        25 April, 2014
  5. Christina
    Reply

    Hi,
    ich verstehe das nicht ganz – bin veganer Anfänger – also ich mache den Seitan nicht selber sondern kaufe einen und „pimpe“ den auf? Mixe alles und forme es dann wieder, um es in Scheiben zu schneiden?
    Freue mich über ein Feedback.
    VG
    Ch

    5 Mai, 2014
    • Sarah
      Reply

      Ääääh, ich verstehe deine Frage gerade nicht ganz. Meinst du Glutenmehl oder meinst du ganz fertigen Seitan? Dann brauchst du ihn natürlich nur einlegen und dann wie im Rezept verfahren.

      5 Mai, 2014
  6. Frank
    Reply

    Hey Sarah, klingt super das Rezept. Eine Frage dazu: Hast Du den Seitanklumpen VOR dem Kochen auch schon mariniert, wie es in Deinem Grundrezept steht?
    Gruß und Dank,
    Frank

    15 Mai, 2014
    • Sarah
      Reply

      Das steht nicht im Grundrezept;) Ich zitiere mich mal selbst an der Stelle: „Den Proteinklumpen auswringen. Im Anschluss habe ich ihn fest in Frischhaltefolie eingewickelt noch ca. 30 Minuten ruhen lassen. Danach könnt ihr ihn dann (als Ganzes oder auch in Teilen) wie gewohnt weiter verarbeiten, also kochen oder backen.“ – die Tatsache, dass ich ihn kurz ruhen lasse hat ja nichts mit Marinieren zu tun. Das geschieht erst hinterher.
      LG

      15 Mai, 2014
      • Anna
        Reply

        Ok, ich muss auch noch mal nachfragen (ich habe noch nie Seitan selbst gemacht): Heißt das, dass du den Seitan nach den 30 Minuten Ruhe direkt in die Marinade gelegt hast? Oder kommt da noch ein Schritt dazwischen??
        Liebe Grüße
        Anna

        19 Mai, 2014
        • Sarah
          Reply

          ja, er muss noch gekocht werden!

          19 Mai, 2014
  7. Frank
    Reply

    Danke Dir!
    LG

    16 Mai, 2014
  8. Yvonne
    Reply

    Hallo Sarah,
    kann man den Weißwein auch weglassen? Ich trinke keinen Wein, würde trotzdem gerne das Rezept ausprobieren wollen.

    4 September, 2014
    • Sarah
      Reply

      eventuell ist das dann etwas zu wenig flüssigkeit…habs noch nicht ohne wein probiert. vielleicht statt dessen etwas andere flüssigkeit, gemüsebrühe oder so, hinzufügen.

      6 September, 2014
    • Robert
      Reply

      Wenn ich meine Soßen ablösche und keinen Wein zur Hand habe, nehme ich immer etwas Essig für die Säure, eine Prise Zucker um das ganze abzurunden und eventuell noch einen Schluck Wasser für die richtige Konsistenz. Schmeckt am Ende auch lecker, ungefähr so, als hätte man einen sehr herben Wein genommen ;)

      10 September, 2014
  9. Sonja
    Reply

    Beim Seitan findet sich leider keine Mengenangabe. Wieviel rechnest du da pro Person?

    27 März, 2015
  10. schürzenbusenvisage
    Reply

    Ich habe den Seitan heute versucht herzustellen (kannte vorher ein anderes Rezept in das auch Sojamehl kommt). Er ist leider ziemlich zäh geworden. Er ist im Ofen dann aufgegangen und war dann quasi zweigeteilt. Eine hälfte war ganz gut essbar, aber die andere total zäh. Ich vermute ein wenig, dass es vielleicht an der Menge lag und sich das nicht richtig gleichmässig hat verteilen lassen. Kann das sein?

    Die Sosse dagegen ist richtig gut geworden und hat sehr lecker geschmeckt. :)

    9 März, 2016
    • Sarah
      Reply

      Wenn er sich in verschiedene Konsistenzen geteilt hat beim nächsten Mal länger durchkneten. Generell immer eine gute Idee für eine bessere Seitan Konsistenz!
      LG

      18 März, 2016

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