Porridge (inkl. easy Reise- Variante)

Porridge ist ein allseits beliebter Klassiker. Zuhause landet er bei mir ehrlich gesagt nur selten auf dem Frühstückstisch, da ich es morgens eigentlich sehr gerne deftig mag. Dafür gehört Porridge zu meinen absoluten Favoriten am Morgen, wenn ich unterwegs bin. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Einerseits halten sich Haferflocken, Samen & co. besser ungekühlt im Backpack, Kofferraum oder Radreisetaschen. Andererseits können sie weder auslaufen noch zerbrechen, werden nicht nach ein paar Tagen in der Hitze schlecht und sind so ziemlich überall auf der Welt zu super günstigen Preisen erhältlich.

Frittierte Maniok

Langeweile in Pommeshausen? Dann ist es an der Zeit mal eine andere Knolle ins geliebte Frittierfett zu tunken. Eine köstliche Alternative zur Kartoffel ist die aus subtropischen und tropischen Regionen stammende Maniok. In Südamerika sind Maniok weit verbreitet und, abhängig vom Land, auch unter anderen Namen (unter anderem Yuca, Cassava und Mandi’o) bekannt. Hier landen sie, ebenso wie in einigen afrikanischen sowie asiatischen Ländern, häufig auf dem Teller und zählen zu den Grundnahrungsmitteln.

Potato Cheese

Ihr seid auf der Suche nach einer Alternative zu Hefeschmelz & überteuertem veganem Käse aus dem Supermarkt für Gratins und Pizzen? Dann probiert es doch mal mit diesem Rezept auf Kartoffelbasis. Kartoffel klingt nicht gerade käsig? Das ist natürlich erst einmal korrekt. Die Kartoffel sorgt in diesem Dip (gemeinsam mit wenigen anderen Zutaten) auch lediglich für die Konsistenz. Und diesen Job macht die Knolle gemeinsam mit ihren Zuataten-Kumpels übrigens ganz schön gut, denn der Dip ist super cremig und zerläuft wunderbar. Für den leicht käsigen Geschmack sorgen natürlich die Gewürze. Eine ziemlich gute Alternative zu, auf die Dauer eher eintönigen Hefeschmelz und überteuerten, meist gar nicht mal so geilen, Käsealternativen aus dem Supermarkt.

Sopaipillas mit Kürbis

Darf ich vorstellen? Mein allerliebster Streetfood Snack aus Chile!

Worum es sich dabei handelt ist schnell erklärt: Sopaipillas sind frittierte Brötchen, welche aus einem Hefeteig bestehen. In Zentralchile wird der Teig fast immer mit Kürbis zubereitet. Im Süden des Landes landen stattdessen oft gekochte Kartoffeln in der Teigmasse. Im Norden enthalten sie oftmals keine der beiden Zutaten. Auch in anderen südamerikanischen Ländern finden sind ähnliche frittierte Brötchen. In Argentinien und Uruguay sind diese als Torta frita bekannt, in Peru heißen sie Cachanga. Die Version mit Kürbis aus Chile hat es mir jedoch besonders angetan und schmeckt, wenn ihr mich fragt, bei weitem am besten.

Traditionell werden Sopaipillas in Chile vor allem im Winter zubereitet. Mir wurde erzählt, dass ein Grund dafür ist, dass das in der Region weit verbreitete Brot (Tortilla de rescoldo) nicht in der Küche, sondern draußen in Asche gebacken wird. Frittiert wird hingegen in der Küche. Klingt plausibel, finde ich. Bei kalten Temperaturen möchte schließlich niemand vor die Tür um Essen zuzubereiten. Mitunter gibt es jedoch noch weitere Gründe für die Zubereitung im Winter, welche mir nicht bekannt sind. Da Sopaipillas sich jedoch großer Beliebtheit erfreuen, findet man sie zum Glück auch zu allen anderen Jahreszeiten an vielen Streetfood Ständen. Sie werden direkt an den Ständen frittiert und noch warm verspeist. Da der Teig perfekt zu süßen als auch zu deftigen Zutaten passt werden sie mit einer ganzen Reihe unterschiedlichster Beilagen serviert. Manchmal werden sie mit Zucker, Marmelade oder Apfelmus gereicht. Als deftiger Snack kommen sie meist mit der traditionellen Salsa Pebre daher. Manchmal gibt es auch einfach nur Senf oder Ketchup dazu. Ebenso köstlich schmecken sie mit Guacamole, auch wenn diese Beilage nicht typisch chilenisch ist. Ich persönlich bin großer Freund der deftigen Version mit kräutrig-scharfem Pebre. Doch testet einfach selbst – egal mit welcher der vorgeschlagenen Beilagen!

Seitan Chorizo

Seit einigen Wochen ist bei uns Zuhause immer Seitan-Sonntag. Mein Freund und ich haben uns vor einiger Zeit, als die Grillsaison sich langsam nährte, nämlich in den Kopf gesetzt eine perfekte Seitan-Wurst zu basteln. Eigentlich fing es damit an, dass der Mann auf die Idee kam, bei uns im Garten aus Tontöpfen einen Räucherofen zum kalt räuchern zu basteln. Gesagt, getan. Nach selbst geräuchertem Tempeh (großartig!) war dann jedoch Seitan an der Reihe. Nicht so richtig zufrieden mit der selbstgemachten und vor allem ersten selbst geräucherten Seitan-Wurst (etwas zu zäh und trocken) beschlossen wir, dass wir parallel zu unseren Räucher-Tests dringend auch einmal die Woche verschiedene Arten Seitan-Würste und Aufschnitt machen sollten, bis wir rundum zufrieden mit den Ergebnissen sind und uns die Seitan-Wurst zu den Ohren raushängt – geräuchert als auch ungeräuchert versteht sich. Am besten dazu geeignet natürlich: Ein fauler Sonntag mit Grill im Garten, zumindest wenn das Hamburger Wetter es in einer Regenpause zulässt.

In den letzten Wochen ging es Sonntags entsprechend um die Seitan Wurst. Doch womit anfangen? Natürlich Chorizo! Nach einigen schon ziemlich leckeren Versionen in den letzten Wochen hat uns die letzte Variante am meisten gefallen, obwohl wir sie aufgegessen haben, bevor sie es in den Räucherofen geschafft hat. Sicherlich wird in den nächsten Wochen noch ein bisschen an dem entstandenen Rezept gefeilt (oder es geht an die nächste vegane Wurste-Variante), aber: Bevor ich das Rezept nie mit euch teile, weil wir in unserer Küche damit beschäftigt sind unendliche Seitan-Geschichte zu spielen und es vielleicht immer noch irgendwie und irgendwann ein klitzekleines bisschen besser werden könnte, gibt es heute unseren aktuellen Seitan Chorizo Liebling. Es wäre nämlich einfach gemein dieses leckere Rezept in unserer Wohnung einzusperren und euch vorzuenthalten.

Rote Bete Taler mit Cashew- Cheese

Rote Bete gehört zu den wenigen Sorten Gemüse, welche selten bei mir im Kühlschrank zu finden sind. Zwar gehöre ich nicht zu jenen, die die hübsche roten (oder manchmal auch pinken oder gelben) Knollen aufgrund ihres erdigen Geschmacks komplett verschmähen, allerdings landete sie bei mir dennoch über Jahre hinweg trotzdem selten auf dem Teller. Mein Verhältnis zur Bete verbesserte sich erst, als ich vor zwei Jahren für eine Saison ein Gemüsebeet bepflanzte – unter anderem auch mit einer Reihe Roter Bete. Warum ich Gemüse anpflanze, welches ich sonst nur selten verspeise? Aus dem gleichen Grund, aus welchem ich im Supermarkt (und vor allem auf Reisen) mir unbekannte Gemüse kaufe: einfach, um regelmäßig immer wieder etwas neues auszuprobieren. Für einige Gerichte nutze ich (Rote) Bete seither sehr gerne, darunter auch das folgende Rezept für Rote Bete Taler. Dazu gab es einen Cashew-“Cheese” Dip, der sich übrigens auch ganz wunderbar mit einer Tüte Tortilla- Chips vernaschen lässt.

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