Causa Limeña

Mit der Causa Limeña geht es heute erneut kulinarisch nach Peru. Der Ursprung des Gerichts ist unklar und es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung. Während einige davon ausgehen, dass die Causa Limeña im 19. Jahrhundert entstand, geben andere an, dass die Entstehung schon wesentlich weiter zurückliegt und sogar auf Prähispanische Zeiten zurück geht. So oder so: Heute ist die Speise ein Klassiker der peruanischen Küche.

Normalerweise ist die, manchmal als Causa Limeña und manchmal als Causa Rellena (oder kurz als Causa) bezeichnete, Speise nicht vegan und enthält Fisch oder Fleisch. Wie so oft lässt sich jedoch super easy eine vegane Variante zaubern. Meine Version enthält daher unter anderem das hierzulande überall regional erhältliche Quinoa, Spinat sowie Avocado. Natürlich könnt ihr wunderbar auch andere Versionen nach Belieben zubereiten. In der Mayo-Füllung würde sich z.B. auch pulled Jackfruit sehr gut machen. Oder wie wäre es vielleicht mit diesem No Chicken Salad als mittlere Schicht? Der Fantasie sind auf jeden Fall keine Grenzen gesetzt! 

Bei der Causa handelt es sich um ein kalt serviertes Kartoffelgericht, welches meist als Vorspeise oder Beilage serviert wird. 

Falls ihr Lust habt das Rezept auszuprobieren, es euch aber zu aufwendig ist, die Causa mit einem Speisering anzurichten, habe ich noch einen Tipp für euch: Greift einfach zu einer großen Auflaufform und schichtet die Zutaten darin. Sieht dann natürlich nicht ganz so hübsch aus, ist dafür aber wesentlich schneller zubereitet. 

Llapingachos

„Llaping – Was bitte?“ dürften bei dem Titel viele von euch fragen. Llapingachos (manchmal auch „Yapingachos“) sind ein traditionelles Gericht aus der ecuadorianischen Andenregion. In Übersetzungen werden sie manchmal auch als „Kartoffel-Pancakes“, „Kartoffel-Tortillas“ oder auch „Kartoffelpuffer“ bezeichnet. Auch wenn keine dieser Übersetzungen so richtig trifft wobei es sich bei Llapingachos wirklich handelt, liegt die Wahrheit zumindest irgendwo in der Nähe. Sagen wir also einfach weiter Llapingachos oder meinetwegen auch Kartoffel-Mopeds, wenn ihr unbedingt einen deutschen Namen wollt. Ansonsten hier nochmal zum mitsprechen: Ya-Pin-Gatscho. Ist doch gar nicht so schwer, oder?

Nun aber „Butter bei die Kartoffel-Mopeds“ (oder wie war dieses Sprichwort gleich?): Was sind sie nun, diese Llapingdingsbums? Im Endeffekt handelt es sich um gefüllte Patties aus Kartoffelbrei. Aufgrund der Füllung (Käse) sowie den normalerweise dazu gereichten Toppings und Beilagen sind Llapingachos meist jedoch nicht vegan. Darauf landet außerdem eine Erdnuss-Sauce.

Quinoa Patties

Seit ein paar Wochen bin ich nun in den peruanischen Anden unterwegs, irgendwo auf zwischen 3000 und über 4000 Höhenmetern. Also mitten im Herzen der Quinoa Anbauregion. Die Pflanze verträgt die dünne Luft hier oben nämlich verdammt gut. Quinoa wird in Peru bereits seit tausenden Jahren kultiviert. Bei den Inka zählte das Korn zu einem der Hauptnahrungsmittel. Allerdings verschwand Quinoa mit Ankunft der spanischen Eroberer fast komplett von den Tellern. Der Grund dafür ist simpel, dafür aber irgendwie auch ziemlich skurril: Quinoa wurde (ebenso wie Amaranth) als “unchristlich” verboten. Die Strafe für den Anbau beider Pflanzen: der Tod. Natürlich war eine Todesstrafe eine wenig verlockende Aussicht und so verschwand das Korn für längere Zeit fast komplett von den Tellern. Ein paar Jahrhunderte später, also heute, landet Quinoa in der Andenregion wieder extrem häufig auf den Tellern. Natürlich nicht nur hier, denn wie ihr wisst bekam Quinoa in Europa vor ein paar Jahren seinen Ruf als “Superfood” weg und wird inzwischen entsprechend in größeren Mengen importiert. Der größte Exporteur ist heute übrigens, ihr erratet es vielleicht schon, natürlich Peru. 

Aber, good news, ihr findet in Deutschland inzwischen auch regional angebauten Quinoa! Soweit mir bekannt, gibt es inzwischen mindestens zwei deutsche Quinoa Produzenten (unbezahlte Werbung, aufgrund Markennennungen/Verlinkungen): den Hof Drerup bei Münster sowie die  Bohlsener Mühle, die Quinoa in Norddeutschland anbaut. Leider nicht bekannt ist mir, ob darunter auch schwarzes Quinoa (welches ich für dieses Rezept verwendet habe) zu finden ist. Falls ihr das wisst oder euch noch andere Produzenten bekannt sind die Quinoa im deutschsprachigen Raum anbauen, würde ich mich über einen Kommentar freuen! 

Bevor ich euch nun ins Rezept entlasse, zunächst noch ein paar Worte zum Thema Quinoa Sorten. Sicherlich habt ihr im Supermarkt bereits gesehen, dass Quinoa in hell, rot oder schwarz (oder auch gemischt) angeboten wird. Doch gibt es eigentlich einen Unterschied? Absolut – nicht nur einen! Die kleinen bunten Körner haben nämlich nicht voneinander abweichende Zusammensetzungen hinsichtlich der Nährwerte, sondern auch einen leicht unterschiedlichen Geschmack sowie Konsistenz nach dem Kochen. Das in Deutschland am meisten verbreitete helle Quinoa stellt die weichste Variante dar, während schwarzes Quinoa nach dem Garen noch vergleichsweise fest ist. Die rote Variante liegt irgendwo dazwischen. Für dieses Rezept würde ich euch die schwarze oder rote Variante empfehlen. 

Bier-Pancakes mit Linsen Füllung & Bechamel-Sauce

Bier-Pancakes dürften zumindest jenen unter euch die mein Buch “Outdoor Cooking – vegane Rezepte für den nächsten Roadtrip” im Schrank stehen haben nicht ganz neu sein. Die Idee Pancakes mit dunklem Bier statt pflanzlicher Milch zuzubereiten entstand nämlich bereits als ich, während eines Backpacking-Trips durch Zentralamerika, mit meinem Freund Olli an besagtem Buch bastelte. In den letzten Jahren sind wir beide große Fans dieser Pancake-Version geworden – und das nicht nur dann, wenn pflanzliche Milch gerade rar ist. 

Fernab unseres Campingkochers (sprich: mit Ofen in der Nähe)  mögen wir Pancakes allerdings am liebsten deftig gefüllt und überbacken. Das gilt übrigens nicht nur für Bier-Pancakes, sondern auch für jene ohne Bier. Deshalb war es an der Zeit dieses Rezept endlich auch mal für euch festzuhalten. 

Hier gibt es daher nun eine von vielen Versionen die bei uns in den letzten Jahren öfter mal auf dem Tisch gelandet sind. Wer kein Fan von Linsen oder Tomatensauce ist, dem sei als Füllung ein Mix aus Champignons, Zwiebeln, Spinat, Bechamelsauce und veganem Frischkäse ans Herz gelegt.  

Frittierte Maniok

Langeweile in Pommeshausen? Dann ist es an der Zeit mal eine andere Knolle ins geliebte Frittierfett zu tunken. Eine köstliche Alternative zur Kartoffel ist die aus subtropischen und tropischen Regionen stammende Maniok. In Südamerika sind Maniok weit verbreitet und, abhängig vom Land, auch unter anderen Namen (unter anderem Yuca, Cassava und Mandi’o) bekannt. Hier landen sie, ebenso wie in einigen afrikanischen sowie asiatischen Ländern, häufig auf dem Teller und zählen zu den Grundnahrungsmitteln.

Blumenkohl in Erdnuss-Sauce

Heute gibt es ein Rezept für euch, für welches ihr nur eine handvoll Zutaten benötigt. Eine davon, Erdnussbutter, ist eine meine liebsten „Waffen der Wahl” auf Reisen sowie für schnelle Rezepte ohne viele Zutaten. Größte Vorteile sind, dass sie sich nicht nur ungekühlt auch in sehr warmen Regionen noch wohl fühlt als auch, das sie sich für die Zubereitung verschiedenster Speisen wunderbar eignet.
So steckt zur Zeit fast immer ein Glas Erdnussbutter in unserem Gepäck. Meist landet sie, als schneller Energie-Schub und Snack für zwischendurch, auf Crackern. Manchmal auch auf dem morgendlichen Brötchen, wenn gerade mal kein anderer Belag zur Hand ist. Letzteres ist in Lateinamerika öfter mal der Fall. Auch wenn wir abends auf unserem Campingkocher oder in einer Unterkunft kochen, greifen wir gerne mal zu dem köstlichen Zeug. Denn auch mit sehr wenigen anderen Zutaten lässt sich daraus immer schnell eine wunderbare Sauce zaubern. Heute gibt es deshalb eins unserer liebsten „quick and dirty“ Reise-Rezepte, welches sich ebenso für ein schmales Budget und faule Köch*innen eignet.

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