Veganer Heringsalat mit Jackfruit

Vor kurzem drückte mir eine Freundin, als ich dort zu Besuch war, eine Packung veganen Heringssalat aus einem Supermarkt in die Hand: “Hier, probier mal, das ist voll lecker! ” Das ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen. Kurz darauf entstand ein Gespräch darüber, ob der zum Probieren gereichte Salat denn nun wirklich wie Heringssalat schmeckt. Eine richtige Antwort darauf hatten wir alle nicht, da zwei von uns dreien (ich inklusive) niemals auch nur einen einzigen Happen “echten” Heringssalat gegessen haben und auch bei Person Nummer drei schon lange keine tierischen Produkte mehr auf dem Teller landen. Trotzdem waren wir uns in einem Punkt einig: Das Zeug war super lecker, völlig egal, ob’s nun wirklich wie Heringsalat schmeckt oder eben nicht. Aber: Bei einem Preis von 3 Euro für 150 Gramm überlege zumindest ich mir, ob ich mir dieses Produkt regelmäßig kaufe. Zumindest, wenn der Inhalt sich eigentlich auch easy auch in größeren Mengen selbst herstellen lassen sollte. Schließlich kommt man – zumindest, wenn man solche Salate, wie ich, gerne sehr dick aufs Brot isst – nicht besonders weit mit einer 150g Portion.

Conchiglioni mit Cashew Creme, Spinat & Antipasti

WERBUNG (Kooperation mit Andronaco) // Zum Einkaufen verschlägt es mich regelmäßig auch in Supermärkte und Läden, die Lebensmittel aus bestimmten Ländern oder Regionen anbieten. Egal, ob türkischer, mexikanischer, asiatischer oder italienischer Supermarkt – ich liebe es einfach, typische Produkte aus anderen Ecken der Welt zu probieren und so ganz nebenbei auch neue Lieblings-Zutaten für meine Küche zu entdecken.

So war, als sich vor kurzem die Möglichkeit ergab, mich durch das Sortiment von Andronaco, einem italienischen Supermarkt, zu testen und ein Rezept für diesen zu entwickeln, direkt klar: Klingt spannend, mache ich gerne. Da ich vorher schonmal in einer der Hamburger Filialen des italienischen Supermarkts war, wusste ich vorab bereits, dass die Auswahl an veganen Lebensmitteln bei Andronaco riesig ist. Besonders groß ist die Auswahl an verschiedenen Antipasti (wie eingelegten Artischocken, Pilzen, Paprika), Oliven, Polenta, Reis, Öl- und Essig-Sorten, Nudeln und Saucen. Darüber hinaus gibt’s aber auch weitere in Italien häufig verwendete Grundzutaten (verschiedene Mehle, Hülsenfrüchte usw.), einige etwas ausgefallenere Zutaten, wie z.B. schwarze Kichererbsen, oder auch Balsamico Perlen, die optisch an Kaviar erinnern (gibt es in verschiedenen Balsamico-Sorten, aber z.B. auch auf Mango-Basis) und sich zum Beispiel als Topping für Salate eignen. Auch in anderen Bereichen wie Salzgebäck, Süßigkeiten oder Pestos finden sich jeweils einige zufällig vegane Produkte. Insgesamt also eine ziemlich gut für Veganer*innen geieegnete Foodshopping-Adresse. Einziges Manko: Auf der Website gibt es zwar eine Kategorie “vegane Produkte”, allerdings sind dieser nur eine handvoll Produkte zugeordnet, obwohl im Onlineshop sehr viel mehr veganes zu finden ist. Entsprechend lohnt es sich entweder so durch die Kategorien zu klicken (und bei den Produkten einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen) oder einfach mal persönlich zum Stöbern vorbeizuschauen.

Waldpilz Kroketten

Auf gehts nach Tapa-landia, besser bekannt als die iberische Halbinsel! Heute landen meine derzeit allerliebsten Tapas auf dem Tellerchen: die vegane Version der “Croquetas españolas”. Hierbei handelt es sich um Kroketten mit cremiger & aromatischer Waldpilz-Füllung.

Klingt unwiderstehlich? Ist es auch. Wie so vieles was Spaß macht, haben aber auch diese Pilz-Kroketten einen Haken. Bis sie gelingen ist es durchaus möglich, dass man hierfür mehr als einen Anlauf braucht. Das Üben lohnt in diesem Fall jedoch sehr. Klappt es einmal mit den cremig gefüllten Kroketten, funkeln am Horizont viele weitere krokettige Varianten von Sojahack bis Spinat. Verlockend, oder?

Dennoch gibt es das heutige Rezept nur mit zusätzlicher Triggerwarnung: Wenn ihr nach vielen Wochen Homeoffice mit der Familie leicht reizbar und ungeduldig seid, solltet ihr die Zubereitung dieser Kroketten definitiv auf später verschieben. Bestimmt findet ihr in dem kürzlich veröffentlichten Artikel mit über 25 Rezept-Ideen für einen veganen Tapas Abend eine feine Alternative, welche auch ohne Übung immer problemlos gelingt.

Bester Schokokuchen

Leute, das muss Liebe sein – oder der beste Schoko-Kuchen der Welt! In meinem Leben habe ich schon extrem viele Schoko Kuchen gebacken und dabei fast genauso viele verschiedene Rezepte ausprobiert. Mit keinem davon war ich jemals so zufrieden wie mit diesem hier, denn: schokoladiger und zeitgleich saftiger wirds nicht. Deshalb gibt es heute, nach fast 10 Jahren der Bloggerei, tatsächlich den ersten wirklichen Schoko-Kuchen auf diesem Blog (Brownies, Schoko-Rohkostkuchen und Kuchen mit nur ein bisschen Schoki zählen nämlich nicht in diese Kategorie, finde ich). Kaum zu glauben, oder? Allerdings hat sich das Warten in diesem Fall definitiv gelohnt, zumindest, wenn ihr ebenso große Schoko-Junkies seid wie ich. Aber Vorsicht: Einmal zubereitet, kann der Genuss dieses Kuchens zu starken Suchtproblemen führen.

Da sich für etwas so wahnsinnig köstliches ohnehin kaum die richtigen Worte finden lassen, erspare ich euch diese und verbleibe heute einfach mal mit: Macht einfach diesen Kuchen – es lohnt sich!

Rote Bete Hummus

Heute gibt es ein Rezept für euch, welches schon seit Juni letzten Jahres in meinem Wordpress schlummert. Im Juni haben wir nämlich für eine Weile in Buenos Aires halt gemacht. Der Grund dafür war nur zur Hälfte die Stadt. Der andere hieß: Winter auf der Südhalbkugel inklusive verdammt viel Regen. Da wollten wir uns einfach ein Weilchen einmieten. Entsprechend habe ich in dieser Zeit auch ein paar Rezepte für diesen Blog vorbereitet. Zumindest, wenn die Gelegenheit bestand.

Warum, wenn die Gelegenheit bestand? Neben Regen fallen mir Rückblickend nämlich vor allem zwei Dinge zu meinem letzten Besuch in der Stadt ein: Der wohl größte Stromausfall der südamerikanischen Geschichte (für fast einen Tag war komplett Argentinien sowie Uruguay und Teile von Paraguays und Brasilien “ausgeknipst”) – oder zumindest der größte den ich je erlebt habe – sowie mehrere Besuche beim geilsten veganen BBQ Restaurant der Welt sowie diverse Fress-Ausflüge zu anderen Restaurants. Alles nicht sonderlich förderlich bei der Erstellung von Rezepten im Apartment.

Als es dann irgendwann endlich für uns weiter ging, mit der Fähre nach Uruguay, hatte ich natürlich keinen Kopf mehr für meinen Laptop und nicht fertig getippte Rezepte. So geriet auch dieses hier in Vergessenheit und schlummert seither in meinem Archiv. Dank der Unmengen an Zeit, welche ich nun Zuhause hänge, habe ich es nun wieder für euch ausgegraben und mal die letzten paar Zeilen ergänzt. Schließlich ist ab Mai ja schon wieder Rote Bete Saison. In meiner unendlichen Unpünktlichkeit in puncto Rezepten habe ich mich noch nie so verdammt pünktlich gefühlt.

Cashew-Hefeschmelz (glutenfrei)

Manchmal erfindet man rein zufällig ein tolles Rezept. So auch geschehen bei diesem glutenfreien Hefeschmelz, denn eigentlich sollte es ein “normaler” Hefeschmelz auf Basis einer Mehlschwitze werden sollte, der eben zusätzlich gemahlene Cashews enthält. So weit, so gut. Dann kam jedoch irgendwer, der gestern Abend spontan Pakoras wollte und kein Kichererbsenmehl im Haus hatte, auf die Idee das letzte Mehl für Gemüse im Teigmantel zu verwenden – schummel Pakoras sozusagen. Denn: Wer lässt denn so einen mickrigen Rest Mehl übrig? Fragte ich mich gestern. Bei irgendwem handelt es sich natürlich um mich.

Afrikanischer Erdnuss Eintopf

Da das letzte Rezept mit Erdnussbutter ja schon Ewigkeiten her ist (räusper), gibt es heute mal wieder etwas mit Erdnussbutter. Denn vielleicht habt ihr seit den kürzlich veröffentlichten mit Erdnussbutter glasierten Auberginen ja noch nicht aus eurem Gläschen genascht und noch etwas von der köstlichen Paste für dieses Rezept parat. Ansonsten braucht ihr eigentlich nur etwas Gemüse (wenn es nicht das in der Zutatenliste aufgezählte Gemüse ist macht das gar nichts) und ein paar Gewürze. Sorry, liebe Erdnuss-Allergiker. Das nächste Rezept ist dann auch wieder für euch geeignet. Versprochen.

Dieser Eintopf landete bei mir vor ein paar Jahren übrigens sehr regelmäßig auf dem Teller. Irgendwann geriet er trotzdem in Vergessenheit. Ich vermute, dass ich wohl daran überfressen hatte. Denn Lieblingsgerichte kommen und gehen bei mir irgendwie phasenweise. Geht es euch da eigentlich auch so oder habt ihr über Jahre hinweg die gleichen Favoriten?

Irgendwann in den letzten Monaten, während ich unterwegs über One Pot bzw. Camping Kocher geeignetes Essen nachdachte, kam ich dann wieder auf den Eintopf und freute mich sehr darüber, denn beim Reisen und Campen wurde es bei mir auf dem Teller nach vielen Monaten on the road durchaus auch langweilig. Aber natürlich schmeckt er nicht nur unterwegs, weshalb es vor ein paar Tagen erneut Erdnuss Eintopf gab. Merke: Er ist ebenso ein wunderbares Soulfood für die Quarantäne.

Glasierte Auberginen

Aufgrund der aktuellen Lage mussten mein Freund und ich unsere Langzeit Reise leider abbrechen und sind letzte Woche zurück nach Hamburg geflogen. Ehrlich gesagt komme ich mir immer noch vor wie im falschen Film. Nach 14 Monaten Reise plötzlich nicht mehr fast dauerhaft draußen zu sein, im Zelt aufzuwachen und sich stattdessen in einer Wohnung zu befinden, ein, im Vergleich zu sonst, doch recht ausgestorbenes St. Pauli vor der Tür zu haben, mit allen Freund*innen wieder in Reichweite, aber genau wie in den letzten Monaten trotzdem noch einen Skype Anruf entfernt – all’ das wirkt auf mich immer noch so, als würde ich in den nächsten Minuten aus einem sehr skurrilen Traum aufwachen. Tue ich aber leider nicht. Stattdessen verbringe ich nun sehr viel Zeit zwischen Couch und Küche. Denn letztere – das ist natürlich klar – ist ein super Ort, um mit dem Kochen von leckerem Essen ein bisschen Zeit zu verplempern. Aus diesem Grund möchte ich nun auch wieder häufiger Rezepte mit euch teilen und nicht mehr wie bisher im zwei Wochen Takt.

Natürlich ist mir bewusst, dass viele (und das finde ich sehr vernünftig) auf mal eben für Zutaten zum Supermarkt rennen in der aktuellen Situation verzichten wollen. Sollt ihr auch gar nicht! Jedenfalls werde ich mir Mühe geben erst einmal Rezepte zu veröffentlichen, die mit wenigen Zutaten oder mit ohnehin oft in Vorratsschränken zu findenden Zutaten auskommen. Das heutige Rezept gehört irgendwie ein bisschen in beide Kategorien, da ich davon ausgehe, dass viele zumindest ein Erdnussbutter Glas sowie ein paar Gewürze im Schrank stehen haben. So müsst ihr bei eurer nächsten Tour in den Supermarkt hoffentlich maximal die Auberginen dazu kaufen und im Einkaufskorb bleibt viel Platz für weiteres Essen für die nächsten Tage. 

In diesem Sinne: Stay strong, stay home and cook vegan!

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