Sgonaichean buntàta (Tattie Scones)

„Rinn mi sgonaichean buntàta!“ („Ich habe Tattie Scones gemacht!“)

Was ich euch mitunter nie über mich verraten habe: ich verbringe sehr viel Zeit damit Sprachen zu lernen. Darunter auch schottisches Gälisch – eine der schönsten Sprachen der Welt, wenn ihr mich fragt! Dabei stolperte ich vor einigen Monaten über den obigen Satz, was selbstverständlich dazu geführt hat, dass ich mich fragte, was sgonaichean buntàta wohl genau sind. Nachdem die Liste meines Gälischen Food Vokabulars bis dato quasi ausschließlich aus Speisen bestand, die für mich als Veganerin direkt auf der „Dinge, die für mich kein Essen sind“-Liste landeten, schien mir diese Speise aufgrund der „buntàta“ (Kartoffeln) sehr vielversprechend. Und siehe da: Tatsächlich sind die schottischen Kartoffelmoped-Scones vegan, wenn die normalerweise enthaltene Butter durch Margarine ersetzt wird.

Beim Thema Scones denken bestimmt viele von euch zunächst an England und die dort sehr beliebte mehlbasierte Scone-Variante, die sowohl anders aussieht als auch zubereitet wird. Die schottischen Tattie Scons zählen jedoch zu den sogenannten „griddle scones“, welche normalerweise in der Pfanne zubereitet werden und auf Kartoffeln basieren. Es existieren sehr viele verschiedene Rezepte. Alle haben die Grundzutaten Kartoffeln, Salz und Butter gemeinsam und enthalten zudem nur wenig Mehl. Im Gegensatz zu Kartoffelpuffern wird für die Scones jedoch gekochte, gestampfte Kartoffel verwendet. Mich erinnert das Ganze daher ziemlich stark an ein Gericht, welches ich 2020 aus Ecuador gebloggt habe: Llapingachos. Mit dem kleinen Unterschied, dass die „schottischen Llapingachos“ :-) ohne Füllung daher kommen und auch nicht ganz so flexibel wie ihre ecuadorianischen Verwandten sind, wenn es um die Wahl der verwendeten Kartoffeln geht.

Der Anteil an Mehl wird in diesen Scones immer möglichst gering gehalten. Betrachtet die Angabe im Rezept daher als grobe Richtlinie. Wie viel Mehl ihr benötigt hängt sehr stark von der verwendeten Kartoffelvariante ab. Wichtiger ist, dass ihr am Ende einen Teig erhaltet, der nicht mehr an den Fingern klebt und ausrollbar ist. Am besten ihr gebt das Mehl nach und nach hinzu und tastet euch so an die benötigte Menge heran.

Traditionell werden die Tattie Scones mit Butter oder Marmelade bestrichen oder auch zum English Breakfast serviert. Bei mir landen sie allerdings wesentlich häufiger als Beilage zu anderen deftigen Speisen auf dem Teller.

Sgonaichean buntàta (Tattie Scones)

Traditionell werden diese schottischen Kartoffel-Scones häufig zum typischen English Breakfast oder auch einfach mit Butter oder Marmelade serviert. Die Scones eignen sich jedoch ebenso wunderbar als Beilage für viele andere deftige Gerichte.
2 Portionen

Zutaten

  • 260 g Kartoffeln mehlig kochende
  • 1 geh. EL Margarine ca. 15g
  • 40-50 g Weizenmehl Benötigte Mehlmenge kann abhängig von der Kartoffelsorte variieren
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung

  • Die Kartoffeln kochen bis sie gar sind.
  • Kartoffeln schälen und zerstampfen.
  • Hinweis: Der Teig wird normalerweise mit frisch gekochten (noch warmen) Kartoffeln zubereitet. Nehmt ihr kalte Kartoffeln vom Vortag, lässt der Teig sich schlechter verarbeiten und auch das Endergebnis wird etwas anders. (Funktioniert aber trotzdem und schmeckt auch).
  • Wenn die Kartoffeln soweit abgekühlt sind, dass ihr den Stampf gut mit den Händen weiterverarbeiten könnt, werden die restlichen Zutaten in die Schale gegeben und für einige Minuten mit den Händen durchgeknetet. Das Mehl dabei nach und nach einkneten bis der Teig (gerade so) nicht mehr an den Fingern klebt. Die tatsächlich benötigte Mehlmenge ist abhängig von der verwendeten Kartoffelsorte!
  • Teig ggf. halbieren (abhängig von der Größe der vorhandenen Pfanne sowie die gewünschten Größe der Tattie Scones). In eine runde, ca. 1cm dicke, Form bringen. Teig vierteln, so, dass Dreiecke entstehen.
  • Die Scones beidseitig bei mittler Hitze in etwas Margarine oder Öl anbraten bis sie goldbraun sind.
  • Tipp: Die Scones können statt in der Pfanne auch im Ofen gegart werden. Dort lassen sie sich auch am besten erneut aufwärmen.

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