Vegan Campen

Sommer, Sonne, Campingzeit! Sich zuhause ausgewogen und vegan zu ernähren ist heute zum Glück keine sonderlich große Herausforderung mehr. In europäischen Supermärkten finden sich – im Gegensatz zu vor einigen Jahren – haufenweise vegane (und oftmals sogar gekennzeichnete) Produkte. Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn die heimische Küche oder auch der nächste Supermarkt viele Kilometer entfernt sind und statt Kühlschrank mitunter nur Backpack oder Fahrradtaschen zur Verfügung stehen? Oder auch, wenn der Urlaub in ein Land geht, in welchem es nicht möglich ist, mal eben ein paar fertige vegane Aufstriche & co. im Supermarkt zu kaufen? Ist das nicht alles wahnsinnig kompliziert? Mit einem Campingkocher im Gepäck definitiv nicht.

Koch- Abenteuer und ein neues Projekt

Ahoi ihr Lieben!

Ein paar von euch haben es schon mitbekommen: ich befinde mich zur Zeit irgendwo on the road in Belize, Guatemala oder Mexiko zwischen Dschungel-Dörfern, karibischen Trauminseln, Lagunen und BergregioneUnser Zuhause an der Laguna Bacalarn. Meine zweimonatige Reise verbinde ich dieses Mal nicht nur damit, diese wunderschönen Regionen zu erkunden, sondern arbeite währenddessen an einem Projekt, welches meine beiden großen Leidenschaften – das Backpacken und Kochen – verbinden.

Ich freue mich daher enorm, euch heute verraten zu können, dass ihr 2017 ein neues Buch von mir erwarten könnt, welches unter dem Titel Outdoor Cooking im Ventil Verlag erscheint. Zusammen mit meinem Freund Olli, welcher sich beruflich bedingt oft für Monate unterwegs ernährt und ebenfalls viele tolle Kniffe und Tricks für die Reiseküche parat hat, arbeite ich daher momentan an Rezepten, welche sich mit einfachster Ausstattung unterwegs zubereiten lassen. Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, dass es auch auf Reisen mit etwas Vorbereitung möglich ist kreativ vegan zu kochen. Die durch viele monatelange Backpacking-Trips und Lateinamerika-Reisen inspirierten Rezepte reichen karibischem Kochbananen-Curry über fruchtig-scharfe Chipotle-Ananas-Burger und mexikanischem Pozole-Eintopf bis hin zu Süßspeisen und Gebäck, wie z.B. in Orangenschale gebackenem Monkey Bread und köstlichen frittierten Kokosmilchbrötchen. So dürften nicht nur die Outdoor-Fans und Backpacker, sondern auch Schlemmermäuler unter euch auf ihre Kosten kommen.

Belem, Brasilien: Die Stadt der Mangobäume

Belém, auch die Stadt der Mangobäume genannt, liegt im äußersten Norden Brasiliens, dort, wo der Amazonas in den Atlantik mündet. Belém ist Hauptstadt des Bundesstaates Pará und neben Manaus (welches einige Tagesreisen mit dem Schiff weiter den Fluss hinauf im Innland liegt) die wichtigste Stadt der Amazonasregion. Durch ihre geographische Lage bedingt ist die Hafenstadt auch der Ort, den die meisten Produkte aus Amazonien, mit dem Schiff kommend, zunächst passieren, bevor sie auf lokalen und internationalen Märkten weiter verkauft werden. Im vergangenen Frühling habe ich mich auf die Suche nach den kulinarischen Highlights der Stadt für VeganerInnen gemacht und war beeindruckt von der tropischen Vielfalt an Früchten, welche die Amazonasregion zu bieten hat. Was es in der zweit größten Stadt der Amazonasregion zu entdecken gab erfahrt ihr hier:

Vegan On The Road: San Pedro de Atacama, Chile

San Pedro de Atacama ist ein kleiner Ort (Einwohnerzahl: etwa 5000-6000) in der Atacama Wüste. Gelegen auf etwa 2400 Metern Höhe, direkt neben der Andenkordillere, fällt dort im Schnitt etwa 0,1 Millimeter Regen pro Jahr. Damit zählt die Atacama Wüste zu den trockensten Regionen auf der Erde (nur mal zum Vergleich: in der afrikanischen Sahara fällt im Jahr etwa 25 bis 45 Millimeter Regen, im Vergleich sind das regelrechte Sinnfluten!)… und das macht sich auch körperlich bemerkbar: nach wenigen Tagen in San Pedro fühlte ich mich, vor allem morgens nach dem Aufstehen, wie Trockenobst, obwohl ich stets literweise Wasser in mich hinein schüttete. Letzteres ist natürlich eine knappe Resource in dieser Umgebung, was sich z.B. auch darin bemerkbar macht, dass Hostels Wasser zum Duschen nur für eine begrenzte Zeit, im Falle meiner Unterkunft 3 Minuten pro Person und Tag, zur Verfügung stellen (können). Das ich von einem solchen Ort kulinarisch nicht viel (bis gar nichts, also Supermärkte) für mich erwartete dürfte klar sein. Dementsprechend achtete ich bei der Wahl des Hostels auch darauf, dass es eine Küche gibt, die von den Gästen genutzt werden kann. Dies stellte sich zwar wie immer als nützlich heraus, allerdings wurde ich dennoch überrascht: es gibt tatsächlich etwas veganes zu futtern in San Pedro – und das war auch noch verdammt lecker!

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