Tomaten Apfel Chutney

Tomaten so weit das Auge reicht! 2022 ist echt ein ausgezeichnetes Tomaten-Jahr. Hier ist alles wunderbar am eskalieren. Entsprechend kommen wir auch mit dem Tomaten verspeisenn inzwischen nicht mehr hinterher – und das trotz täglichem Tomaten-Salat, Tomaten in Hauptspeisen und Tomaten auf der Stulle.

Der Rest wird haltbar gemacht. Eine ganze Menge Tomaten habe ich in den letzten Wochen in den Dörrautomaten gepackt. Ist einfach praktischer als stundenlang die Küche verwüsten (aka einmachen). Der Dörrautomat stand teilweise einfach in der prallen Sonne statt am Strom zu hängen. Irgendwo habe ich vor kurzem außerdem was vom Gemüse Trocknen auf dem Armaturenbrett im Auto gelesen. Fand ich sehr clever. Verstehe seitdem auch besser wozu Autos gut sind.

Da immer noch ein paar Kilo Tomaten übrig waren nachdem der Dörrautomat gefüllt war, musste ich mir heute allerdings was anderes einfallen lassen. Das Ergebnis: eingelegte ganze Cherrytomaten, Tomaten Apfel Chutney sowie etwas Tomatensauce. Tomatensalat gibt es heute Abend trotzdem – und vermutlich muss ich am Wochenende spätestens wieder einkochen.

Für alle, die ähnliche Probleme haben oder einfach auf fruchtige Chutneys stehen, empfehle ich zur Abwechslung zu Saucen & co. ein fruchtiges Tomaten-Chutney. :)

Tomaten Apfel Chutney

Meine Chutneys fülle ich immer einfach heiß in sterilisierte Gläser ab. Richtig einkochen tue ich sie nie. Bisher habe ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Vor kurzem ist hier ein Brombeeren-Aprikosen Chutney, welches nun ein gutes Jahr im Schrank stand, auf dem Teller gelandet und hat noch wunderbar geschmeckt. Ich vermute mal, dass es auch um einiges noch länger durchgehalten hätte, wenn wir uns nicht darüber hergemacht hätten.
Unten findet ihr das Rezept für die süß-fruchtig-würzige Version des Chutneys. Eine scharfe Variante mit einigen frischen oder etwas getrockneter Chili schmeckt ebenfalls super!
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit30 Minuten
4 Gläser

Zutaten

  • 500 g Tomaten
  • 3 Zwiebeln, rot ca. 150g
  • 1 Apfel säuerliche Sorte; ich habe Braeburn verwendet
  • 120 g Rohrzucker
  • 100 ml Weißwein-Essig alternativ: Apfel-Essig
  • 1 TL Salz
  • etwas Piment, ganz oder gemahlen
  • 1/2 TL Paprikapulver, süß
  • 2 EL Senf, ganz ich habe eine Mischung aus heller und dunkler Senfsaat verwendet
  • 1 EL Koriander, ganz
  • 1 EL Rosa Beeren als roter Pfeffer bekannt
  • Chilis Optional, für eine scharfe Variante

Zubereitung

  • Es soll Menschen geben, die ihre Tomaten vor dem Einmachen oder Einkochen enthäuten. Empfinde ich persönlich allerdings als sehr viel unnötige Arbeit.
    Wenn euch aus irgendeinem Grund trotzdem etwas daran liegt: Tomaten auf der Unterseite einritzen und mit kochendem Wasser übergießen. Haut danach abziehen. Ansonsten direkt zu Schritt 2.
  • Zwiebeln, Tomaten und Apfel in kleine Stückchen schneiden. Strünke und eventuell matschige oder andere unschöne Stellen unbedingt entfernen (zumindest, wenn ihr einige Gläser Chutney macht und diese lagern wollt).
  • Während ihr schnippelt, könnt ihr schonmal den Topf anstellen und die bereits geschnittenen Zutaten bei geringer Hitze andünsten.
  • Restliche geschnittene Zutaten und Rohrzucker hinzufügen. Zucker unter rühren schmelzen / karamellisieren lassen.
  • Alle weiteren Zutaten (Essig & Gewürze) in den Topf geben und für etwa eine halbe Stunde bei geringer Hitze und unter rühren einköcheln lassen.
  • In der Zwischenzeit ggf. noch die Gläser vorbereiten & sterilisieren (kurz abkochen). Deckel und eventuell vorhandene Gummi Dichtungen nicht mitkochen, aber ebenfalls mit heißem Wasser sterilisieren.
  • Chutney heiß abfüllen. Oben im Glas etwas Luft lassen und sofort verschließen, damit sich beim Abkühlen ein Vakuum bilden kann und die Gläser auch wirklich dicht sind!

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  1. Der Vorteil von Chutney ist, dass man es auch lange lagern kann. So hat man ein Mal die Arbeit mit dem Kochen und kann sich lange daran erfreuen, wenn man es richtig macht. Vielen Dank für das schmackhafte Rezept!

  2. Vielen Dank für dieses Gaumenvergnügen. Euer Beitrag ist wie eine Einladung, die Geschmacksnerven auf eine Reise zu schicken. Hier ist ein virtuelles “Guten Appetit” für eure kreative Küchenkunst und die Leidenschaft, die aus jedem eurer Rezepte spricht!

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