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Pan de Muertos

Das Pan de Muertos (Totenbrot) wird in Mexiko immer zum Día de los Muertos verspeist. Es gibt verschiedene Versionen - mit Anis, Zimt, Vanille und/oder Orange. In der Zutatenliste habe ich alle vier Zutaten als optional markiert, für ein "richtiges" Pan de Muertos solltet ihr euch jedoch für (mindestens) eine der genannten Zutaten entscheiden. Manchmal werden in typisch mexikanischen Rezepten statt Anis Samen & frischem Orangen Abrieb auch einfach ein Schuss Likör oder Orangenblütenwasser verwendet.
Achtung: Tut euch einen Gefallen und probiert auf keinen Fall alle vier Würz-Vorschläge in einem Brot aus. Bei Geschmacks-Kombis solltet ihr die Menge der einzelnen Geschmacksgeber (z.B. Zimt Orange) ebenfalls leicht nach unten schrauben.
Außerdem habe ich dieses Mal beim Backen des Brots die Leinsamen nicht komplett gemahlen, sondern nur etwa die Hälfte. Außer bei der Anis-Variante finden sich normalerweise jedoch keine "Stückchen" (wie eben auch die ganzen Leinsamen) im Brot. Wollte ich schon länger mal so ausprobieren, finde persönlich die Version mit komplett gemahlenen Leinsamen jedoch besser. Ganz weglassen solltet ihr die Leinsamen allerdings nicht. Für das Pan de Muertos wird normalerweise nämlich sehr viel Ei verwendet, welches sich durch gequollene Leinsamen gut ersetzen lässt.
Die (4) Brote sind recht groß und reichen für eine mehrköpfige WG oder Familie. Für 1-2 Personen reicht locker eine halbe Portion des Rezepts (2 Brote).
Zubereitungszeit4 Stdn.
Arbeitszeit1 Std. 15 Min.
4 Brote

Zutaten

Grundzutaten Teig

  • 650 g Weizenmehl
  • 160 g Rohrzucker oder anderer Zucker
  • 170 ml pflanzliche Milch ich verwende für dieses Rezept am liebsten. Cashew- oder Mandelmilch. Funktioniert ebenso mit Soja-, Reis-, Hafermilch usw.
  • 50 ml Wasser warm
  • 12 g Trockenhefe
  • 4 EL Leinsamen
  • 8 EL Wasser kalt
  • 90 g Margarine
  • 1 TL Salz

Nach dem Backen

  • ca. 2 EL Margarine
  • raffiierter Zucker zum bestreuen des Brots

Für den typischen Geschmack - siehe Einleitung!

  • 1.5 EL Orangenschalenabrieb optional; oder:
  • 2 TL Zimt optional; oder:
  • 1 Vanilleschote optional, oder:
  • 1 EL Anis Samen

Zubereitung

Teig vorbereiten & gehen lassen

  • Die Leinsamen ggf. zermahlen und gemeinsam mit den 8 EL Wasser für mindestens 5 Minuten quellen lassen.
  • Lauwarmes Wasser, Hefe und einen EL des Zuckers miteinander verrühren. Ca. 5 Minuten stehen lassen.
  • In einer Schale die restlichen trockenen Zutaten - Mehl, restlicher Zucker, Salz - vermengen.
  • Leinsamen-Masse, Hefe-Wasser-Mischung, pflanzliche Milch und Margarine (möglichst weich, also nicht direkt aus dem Kühlschrank!) hinzugeben. Den Teig für 5 bis 10 Minuten durchkneten bis ihr eine elastische und weiche Masse habt. Der Teig sollte nicht zu trocken sein, sondern ist eher klebrig. Mit trockenen Händen solltet ihr ihn gerade so kneten können, ohne dass viel Teigmasse an den Händen kleben bleibt.
  • Den Teig für mindestens 2 Stunden abgedeckt an einem möglichst warmen Ort gehen lassen. Hierfür ggf. lieber mehr als zu wenig Zeit einplanen. Es ist auch möglich (so mache ich es am liebsten, vor allem, wenn es nicht mehr ganz so warm bei uns ist) den Teig einfach spät abends vorzubereiten, über Nacht gehen zu lassen und am nächsten Tag weiter zu verarbeiten.
  • Im Anschluss erneut kurz durchkneten. Der Teig sollte nun immer noch schön elastisch, weich und sehr gut formbar sein, aber auch wesentlich weniger kleben als vor dem Gehen lassen.

Das Pan de Muerto formen

  • Zuerst eine große Kugel aus dem Teig formen. Diese in fünf, möglichst gleich große, Stücke teilen.
  • Ein Teil Teig legt ihr euch für die Verzierung der Brote beiseite. Aus den restlichen 4 formt ihr Kugeln.
  • Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die 4 Kugeln (am besten mit reichlich Abstand dazwischen, da sie später nochmal aufgehen) darauf platzieren und den unteren Teil der Kugel leicht nach unten Richtung Blech ziehen - so, dass die Form nun eher an Brötchen oder auch kleine Hügelchen erinnert, als an Kugeln. (Zu erahnen auf dem seitlichen Foto weiter unten.)
  • Nun nehmt ihr das bei Seite gelegte fünfte Teigstück und macht euch an das typische Aussehen der Brote.
    Das Stück als erstes nochmal in 4 teilen (sofern ihr das die im Rezept angegebene original Menge und vier Brote macht, ansonsten in die entsprechende Anzahl), damit ihr besser einschätzen könnt, wie viel "extra Teig" ihr pro Brot zur Verfügung habt.
  • Kleine Würste rollen. (Am besten erstmal nur eine, um ein Gefühl für die passende Größe zu bekommen.)
  • Diese mit Hilfe von zwei Fingern so eindrücken bzw. rollen, dass der Teig so aussieht wie auf dem Bild.
  • Die Teigstücke nun nach und nach vorsichtig auf das Pan de Muerto legen und vorsichtig ganz leicht festdrücken. Ihr müsst keine Bedenken haben, dass etwas nicht richtig am Brot hält (dafür sorgen später unter anderem die erneute Gehzeit).
  • Zuletzt eine kleine Teigkugel auf jedem Brot oben in der Mitte platzieren. Ebenfalls leicht andrücken.
  • Den Teig erneut für mindestens 30 Minuten gehen lassen. (Wenn es nicht so warm im Raum ist besser nochmal 1 Stunde).

Brote backen

  • Den Ofen auf 170-180°C vorheizen.
  • Die Brote vor dem Backen mit Wasser bestreichen.
  • Für ca. 25 - 30 Minuten backen. (Bis die Brote leicht goldbraun und schön fluffig sind.)
  • Nach dem Backen mit etwas Margarine bestreichen (am besten mit einem Pinsel) und direkt mit Zucker bestreuen. In Mexiko wird hierfür meist normaler weißer / raffinierter Zucker verwendet. Damit dieser hält, darf mit der Margarine nicht zu sehr gegeizt werden. Außerdem sollte der Zucker direkt nach dem bestreichen auf das Pan de Muerto - BEVOR die Margarine komplett eingezogen ist. Heißt konkret: Brot Nummer eins mit Margarine bestreichen, Brot Nummer eins zuckern, mit Brot zwei wiederholen usw. Alternativ könnt ihr auch einfach Puderzucker verwenden, auch wenn das für Pan de Muerto nicht typisch ist.
    Als weitere Alternative hierzu wird in einigen Regionen und Rezepten auch oft eine Zuckerglasur (z.B. mit Limette) statt des Zuckers verwendet.
  • Die Brote am besten direkt warm verspeisen. In Mexiko wird dazu traditionellerweise eine Tasse warmer Kakao serviert.